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Tag der Kriminalitätsopfer: Fokus Digitale Gewalt – Prävention, Schutz und Unterstützung (max. 84 Zeichen)

Am 22. März wird der Tag der Kriminalitätsopfer begangen, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt "Digitale Gewalt". Ziel dieses Tages ist es, die Öffentlichkeit für die Belange der Opfer von Gewalt zu sensibilisieren und über Prävention, Schutz und praktische Hilfen zu informieren. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), der WEISSE RING e.V. und das Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) betonen gemeinsam die Wichtigkeit, Opfern zuzuhören, ihnen zu glauben und keine Mitschuld zuzuschreiben. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hebt hervor, dass vor allem digitale Gewalt, wie beispielsweise frauenfeindliche, rassistische oder antisemitische Beleidigungen immer wieder neue Wellen schlägt. Es wird dazu aufgerufen, digitale Gewalt anzuzeigen oder bei Meldestellen zu melden, um die Strafverfolgung der Täter zu erleichtern.

Die Ursprünge des "Tag der Kriminalitätsopfer" reichen zurück bis ins Jahr 1991, als der WEISSE RING begann, alljährlich am 22. März auf Menschen aufmerksam zu machen, die durch Kriminalität und Gewalt geschädigt wurden. Digitale Gewalt ist heutzutage eine Realität für viele Menschen, unabhhängig von Lebensalter oder sozialer Lage. Es ist wichtig, gegen Hass im Netz vorzugehen, da dieser sich auch in die analoge Welt ausbreiten und die Gesellschaft spalten kann.

Die Polizei definiert digitale Gewalt als Straftaten wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung oder Volksverhetzung. Im Gegensatz zu analoger Gewalt, die oft zeitlich begrenzt ist, spielt sich digitale Gewalt rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche ab und kann auch ins private Umfeld eindringen. Täter bleiben oft anonym und nutzen ihre Macht über ihre Opfer aus.

Der WEISSE RING, gegründet 1976 in Mainz, ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität und unterhält ein Netz von rund 2.700 ehrenamtlichen Opferhelfern. Sie bieten Hilfe und Unterstützung für Opfer von Kriminalität und setzen sich für die Verhütung von Straftaten ein. Der Verein finanziert seine Arbeit ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und testamentarische Zuwendungen, ohne staatliche Mittel zu erhalten.

Im Rahmen des Tags der Kriminalitätsopfer werden BMI, ProPK und der WEISSE RING am 22. März ein Video-Reel mit dem Titel "Digitale Gewalt melden" auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlichen, mit der Bitte, dieses zu teilen und zu kommentieren. Es wird betont, dass Zivilcourage auch Opferschutz bedeutet und dazu ermutigt, digitale Gewalt bei der Polizei anzuzeigen und sich bei Bedarf beim Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS zu melden. Es gibt auch einen Handlungsleitfaden der Polizei, wie man bei digitaler Gewalt vorgehen sollte, inklusive Beweissicherung und Meldung an die entsprechenden Stellen.



Quelle: Weisser Ring e.V. / ots

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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