Am Dienstag, dem 11. März 2025, hat der hawaiianische Vulkan Kilauea erneut mit beeindruckenden Lavafontänen von bis zu 150 Metern Höhe für Aufsehen gesorgt. Laut dem Hawaiian Volcano Observatory war dies bereits die 13. Eruption seit dem ersten Ausbruch am 23. Dezember 2024. Obwohl der Vulkan als einer der aktivsten der Welt gilt, sind bisher keine Wohngebiete von den Ausbrüchen bedroht, was viele Besucher anlockte, die von verschiedenen Aussichtspunkten das spektakuläre Schauspiel beobachten wollten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Eruptionen durch die Höhenangaben der Lavafontänen, die zunächst bei 120 bis 150 Metern lagen und später sogar bis zu 180 Meter erreichten, wie das US Geological Survey informiert.
Die Eruption begann am 11. März um 2:36 Uhr HST, und schon nach kurzer Zeit waren hohe Lavafontänen sichtbar, die die Umgebung in eine surrealistische Szenerie verwandelten. Die erste Episode war von kleinen Spritzfontänen begleitet, die am 10. März um 13:30 Uhr HST begannen und bis zum Eruptionsstart am Folgetag kontinuierlich an Intensität zunahmen. Berichten zufolge hatte das Halemaʻumaʻu-Kratergebiet, aus dem die Eruptionen stammen, in den letzten Monaten mehrere ähnliche Aktivitäten erlebt, die in ihrer Dauer und Intensität stark variierten.
Geologische Hintergründe des Kilauea
Der Kilauea-Vulkan auf Hawaii fasziniert Wissenschaftler und Touristen seit Jahrhunderten. Seine hohe Eruptionsfrequenz ist auf geologische, tektonische und magmatische Prozesse zurückzuführen. Der Vulkan befindet sich über einem Hotspot auf der pazifischen Platte, was einen kontinuierlichen Magmazufluss zur Erdoberfläche ermöglicht. Diese Eigenschaften führen dazu, dass die geringe Viskosität der Basaltlava eine häufige und relativ wenig explosive Aktivität begünstigt, was den Vulkan besonders dynamisch macht. Historische Eruptionsdaten und geophysikalische Messungen, wie sie in g-v.de aufgeführt sind, zeigen, dass seismische Aktivitäten oft vor den Eruptionen zunehmen, was als Indikator für bevorstehende Ausbrüche gilt.
Die aktuelle Eruptionsphase ist besonders durch episodisches Fontänenverhalten charakterisiert, das in den vorherigen Ausbrüchen seit 2020 nicht beobachtet wurde. Das Forschungsinteresse erstreckt sich auch auf die Auswirkungen des Vulkans auf die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung. Hohe SO₂-Emissionen, die voraussichtlich über 10.000 Tonnen pro Tag erreichen werden, könnten vog (vulkanischen Smog) erzeugen, was für Anwohner gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Daher raten die Behörden den Anwohnern und Besuchern, die Exposition gegenüber vulkanischen Partikeln zu minimieren, um Haut- und Augenreizungen zu vermeiden.
Überwachung und Sicherheitsmaßnahmen
Um Risiken zu minimieren, überwacht das Hawaiian Volcano Observatory kontinuierlich die Aktivitäten von Kilauea und arbeitet dabei eng mit dem Hawai‘i Volcanoes National Park und der Hawai‘i County Civil Defense Agency zusammen. Überwachungssysteme für Gasemissionen und die allgemeine seismische Aktivität sind von zentraler Bedeutung, um frühzeitig auf etwaige Gefahren reagieren zu können. Der Kilauea hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass Lavaströme die Landschaft nachhaltig verändern, was die Notwendigkeit von effektiven Warnsystemen und Notfallkommunikation verdeutlicht.
Die vulkanische Aktivität des Kilauea bleibt ein zentrales Thema für die Forschung und das öffentliche Interesse, nicht nur um die Dynamik der Eruptionen besser zu verstehen, sondern auch um die Bevölkerung und die Umwelt zu schützen. Während die faszinierende Natur des Kilauea in den letzten Tagen wieder in den Mittelpunkt gerückt ist, bleibt die Überwachung der sich ständig ändernden Vulkanlandschaft entscheidend für Sicherheit und Erkenntnis.