Fünf thailändische Staatsbürger, die über ein Jahr von der palästinensischen Gruppe Hamas in Gaza festgehalten wurden, sind am Sonntag am Suvarnabhumi Flughafen in Bangkok angekommen. Diese Rückkehr der Geiseln, die im Rahmen eines Waffenstillstands zwischen Hamas und Israel erfolgte, bringt für die Betroffenen und ihre Familien eine große Erleichterung. Pongsak Thaenna, einer der Rückkehrer, äußerte Dankbarkeit für die Rückkehr in die Heimat, während Bannawat Saethao mit seiner Familie vereint wurde. Sein Vater, Somboon, plant eine traditionelle thailändische Zeremonie zur Begrüßung seines Sohnes.
Die fünf ehemaligen Geiseln, Watchara Sriaoun, Pongsak Thaenna, Sathian Suwannakham, Sarusak Rumnao und Bannawat Saethao, wurden letzten Monat in Khan Younis, Südgaza, freigelassen. Insgesamt wurden seit dem Beginn des Konflikts am 7. Oktober 2023 31 thailändische Staatsbürger von Hamas festgehalten. Bei dem Angriff wurden 46 Thailänder getötet, und zählte 23 Rückkehrer, zwei starben im Mai und einer bleibt weiterhin in Gefangenschaft.
Hintergrund der Geiselnahme
Thailändische Staatsbürger bilden die größte Gruppe ausländischer Geiseln, die von Hamas-Militanten festgehalten wurden. Viele dieser Geiseln arbeiteten in der Landwirtschaft in Israel und lebten in der Nähe des Gazastreifens, wo die Angriffe begann. Die thailändische Regierung und insbesondere Premierministerin Paetongtarn Shinawatra dankten verschiedenen Ländern, darunter Israel, Katar, Ägypten, Iran, der Türkei und den USA, für ihre Bemühungen um die Freilassung der Geiseln.
Vor dem Konflikt arbeiteten etwa 30.000 Thailänder im Agrarsektor Israels. Nach den Angriffen forderte die thailändische Regierung die Staatsbürger auf, zurückzukehren. Bis heute wurden fast 9.000 Thailänder repatriiert, die Mehrheit aus der nordöstlichen Region, einem der ärmsten Gebiete des Landes.
Medizinische Betreuung und Zukunft
Alle fünf Rückkehrer befinden sich in physisch guter Gesundheit. Die thailändische Regierung hat angekündigt, sie in den kommenden Monaten zu überwachen. Während ihrer Gefangenschaft gab es nur wenig Kommunikation zwischen den betroffenen Familien und den Regierungen, was die Strapazen der Familien zusätzlich verschärfte. Der thailändische Außenminister Maris Sangiampongsa begleitete die Rückkehrer aus Israel und drückte seine Erleichterung über ihre Rückkehr aus.
Die thailändische Regierung bleibt bestrebt, auch die verbleibenden Geiseln und die Leichname der zwei verstorbenen Staatsbürger zurückzubringen. Es ist zwar unklar, wie viele Thailänder noch in der Gewalt der Hamas sind, laut offiziellen Angaben sind es noch 20. Die Hoffnung auf die Rückkehr der Gefangenen und eine Rückkehr zur Normalität sind groß, nicht nur für die Betroffenen, sondern für alle, die mit dieser tragischen Situation konfrontiert sind.
Die Ereignisse im Nahen Osten haben nicht nur Auswirkungen auf die betroffenen Personen, sondern zeigen auch die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und diplomatischer Bemühungen zur Lösung solche Konflikte. Der thailändische Regierungschef Srettha Thavisin und sein Außenminister arbeiten weiterhin daran, die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Staatsbürger im Ausland zu gewährleisten.