Am 27. Januar 2025 hat Coca-Cola einen umfangreichen Rückruf von Softdrinks in Belgien und Luxemburg angekündigt. Der Rückruf erfolgt aufgrund eines zu hohen Gehalts an Chlorat, welches in den betroffenen Produkten festgestellt wurde. Coca-Cola gab an, dass dieser Schritt in enger Absprache mit den zuständigen Behörden erfolgt ist.
Laut lvz.de gehen die Verantwortlichen von einem sehr geringen Risiko für die Verbraucher aus. Chlorat kann allerdings die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen, insbesondere bei empfindlichen Personen, was potenziell gesundheitliche Auswirkungen haben kann.
Die betroffenen Produkte wurden zwischen dem 23. November und dem 3. Dezember in Gent, Belgien, hergestellt und betreffen eine Vielzahl an Getränkevarianten, darunter Cola, Sprite und Fanta. Die Produktionscodes dieser Produkte reichen von 328 GE bis 338 GE und sind auf der Dose oder dem Etikett der Glasflasche zu finden. Zusätzlich wurde bekannt, dass diese Produkte nicht nur in Belgien und Luxemburg, sondern auch in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich vertrieben wurden.
Gesundheitsrisiken und Empfehlungen
Laut berliner-zeitung.de wird der Konsum der betroffenen Produkte nicht empfohlen. Verbraucher können diese in die Geschäfte zurückbringen, um den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Der Rückruf umfasst Mehrwegdosen und Glasflaschen verschiedener Marken, einschließlich Fuze Tea, Minute Maid, Nalu, Royal Bliss und Tropico.
Chlorat (chemisch: ClO3-) ist ein Salz der Chlorsäure und kann in geringen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein. Es entsteht häufig als Desinfektionsnebenprodukt bei der Trinkwasseraufbereitung und ist ebenfalls in anderen Lebensmitteln wie tiefgefrorenen Gemüse und Fruchtsäften nachgewiesen worden, zumeist aufgrund der Verwendung von chlorhaltigen Reinigungsmitteln während der Produktion. Die WHO hat einen vorläufigen Richtwert von 0,7 mg/L für Chlorat in Trinkwasser festgelegt, was den Vertretern der Gesundheitsbehörden Anlass zur Vorsicht gibt.
Die Auswirkungen von Chlorat auf die Gesundheit können insbesondere bei wiederholtem Kontakt auftreten. Laut bfr.bund.de kann es die Jodaufnahme hemmen, was zu Veränderungen bei Schilddrüsenhormonen führen kann. Besonders hochrisikobehaftet sind Gruppen wie schwangere Frauen und Neugeborene. Abgesehen von den langfristigen Effekten haben hohe Konzentrationen von Chlorat auch das Potenzial, die roten Blutkörperchen zu schädigen.
Insgesamt zeigt dieser Rückruf, wie wichtig es ist, die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln und Getränken zu gewährleisten. Verbraucher werden angehalten, informiert zu bleiben und gegebenenfalls betroffene Produkte zurückzugeben.