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Bundesregierung setzt EU-Agrarregelungen aus – DUH fordert Stopp der Verordnung

Die Bundesregierung hat beschlossen, der Entscheidung der EU-Kommission zur Aussetzung der 4-Prozent-Quote für landwirtschaftliche Brachflächen nachzukommen. Diese Entscheidung wird von Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, scharf kritisiert. Er betont, dass die Aussetzung dieser Regelung die Artenvielfalt gefährdet und zu einer weiteren Nitratbelastung im Grundwasser führen könnte. Er fordert den Bundesrat auf, dieser Verordnung nicht zuzustimmen, da sie gegen den Artenschutz verstoße.

In Deutschland gibt es schon lange Diskussionen über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt. Die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und der intensive Einsatz von Düngemitteln haben dazu geführt, dass die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft abnimmt. Brachflächen spielen eine wichtige Rolle als Rückzugsorte für Insekten und Vögel und sind daher für den Erhalt der Biodiversität unverzichtbar.

Die Entscheidung der Bundesregierung könnte lokale Auswirkungen haben, insbesondere in Regionen mit intensiv betriebener Landwirtschaft. Eine verstärkte Düngung der Flächen könnte zu einer weiteren Belastung der Gewässer und des Grundwassers führen, was wiederum negative Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen haben könnte.

Es ist wichtig, dass solche politischen Entscheidungen sorgfältig abgewogen werden, um die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der Umwelt zu finden. Die Forderung von Sascha Müller-Kraenner nach fairer Bezahlung für nachhaltige Produkte ist ein wichtiger Ansatz, um die Landwirtschaft in eine umweltfreundlichere Richtung zu lenken.

Tabelle mit zum Thema passenden Informationen:

| Auswirkungen der Aussetzung der Brachflächen-Quote |
|----------------------------------------------------|
| - Gefährdung der Artenvielfalt |
| - Zunahme der Nitratbelastung im Grundwasser |
| - Negative Auswirkungen auf Gewässer und Umwelt |
| - Notwendigkeit fairer Preise für nachhaltige Produkte |

Es bleibt abzuwarten, wie der Bundesrat auf die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe reagieren wird und ob weitere Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft ergriffen werden.



Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / ots

Martin Schneider

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