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Bundesgesundheitsminister bereitet Gesundheitswesen auf mögliche Eskalation vor

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereitet das Gesundheitswesen Deutschlands auf eine mögliche Eskalation infolge des Ukraine-Krieges und der aggressiven Rhetorik aus Moskau vor. Er betont die Notwendigkeit, nicht nur für zukünftige Pandemien, sondern auch für große Katastrophen und eventuelle militärische Konflikte besser gerüstet zu sein. Angesichts der aktuellen Situation habe die Bedeutung der Vorbereitung auf große Krisen weiter zugenommen.

Lauterbach kündigte an, bis zum Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen zu wollen, um das Gesundheitswesen für solche Szenarien zu stärken. Diese Maßnahme sei besonders wichtig, da Deutschland im Bündnisfall möglicherweise zur Drehscheibe für die Versorgung von Verletzten und Verwundeten aus anderen Ländern werden könnte. Bereits jetzt seien knapp 1000 schwerstverletzte Menschen aus der Ukraine zur Behandlung in Deutschland aufgenommen worden, mehr als in jedem anderen europäischen Land.

Die Ampel-Koalition hatte bereits zu ihrem Start vor zweieinhalb Jahren vereinbart, die Strukturen des Gesundheitssystems für große Krisen besser auszurüsten. Lauterbach betonte, dass diese Herausforderung angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine an Bedeutung gewonnen habe. Der Gesetzentwurf solle im Sommer vorgelegt und zeitnah verabschiedet werden.

Der Entwurf des Gesetzes soll klar festlegen, welche Maßnahmen im Krisenfall ergriffen werden müssen. Dazu zählen unter anderem klare Zuständigkeiten für die Verteilung von Verletzten auf die Krankenhäuser in Deutschland, klare Meldewege und Möglichkeiten von Patientenverlegungen im gesamten Bundesgebiet sowie Maßnahmen zur Bevorratung medizinischer Versorgungsgüter. Zusätzlich müsse auch der Einsatz und die Verteilung von medizinischem Personal im Krisenfall geregelt und geübt werden.

Es ist entscheidend, dass das Gesundheitswesen auf solche Szenarien vorbereitet ist, um effektiv auf dringende medizinische Bedürfnisse reagieren zu können. Eine umfassende Vorbereitung und klare Strukturen sind essentiell, um in Krisensituationen schnell und effizient handeln zu können.

Für weitere Informationen und einen Überblick über die aktuellen Maßnahmen und Pläne des Gesundheitsministers in Bezug auf die Vorbereitung des Gesundheitswesens auf mögliche Krisensituationen finden Sie eine Tabelle unten:

| Maßnahmen | Zeitplan | Beteiligte Institutionen |
| --- | --- | --- |
| Gesetzentwurf vorlegen | Sommer | Gesundheitsministerium, Verteidigungsministerium, Innenministerium |
| Klare Zuständigkeiten festlegen | - | Ärzte, Krankenhäuser, Gesundheitsämter |
| Meldewege und Patientenverlegungen klar definieren | - | Gesundheitsbehörden, Krankenhäuser |
| Bevorratung medizinischer Versorgungsgüter verbessern | - | Krankenhäuser, Gesundheitsministerium |
| Regeln für den Einsatz und die Verteilung von medizinischem Personal aufstellen | - | Gesundheitsministerium, medizinisches Personal |



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

Martin Schneider

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