Ein dramatisches Szenario entfaltete sich gestern Abend am Haltepunkt Klein Bünzow, als der Triebfahrzeugführer des Regionalexpress 3321 (Stralsund-Berlin) eine Person entdeckte, die gefährlich nahe an den Gleisen saß. Der 45-jährige polnische Staatsbürger, stark angeheitert, musste durch eine Gefahrenbremsung des Zuges gerettet werden. Die Alarmglocken schrillten, als die Bundespolizei beim Eintreffen den jeweiligen Alkoholgeruch wahrnahm.

Ein Atemalkoholtest brachte erschreckende 3,17 Promille ans Licht! Der Mann, der bereits polizeilich wegen Betrugs und Gefährdung des Straßenverkehrs gesucht wird, wurde in Schutzgewahrsam genommen. Während des Transports zur Dienststelle klagte er zwar über Schmerzen, doch die Untersuchung eines Notarztes ergab Entwarnung: Seine Gesundheit war stabil. Nun ermittelt die Bundespolizei wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Das Ganze hatte übrigens auch Auswirkungen auf den Zugverkehr: Der Regionalexpress verspätete sich um 15 Minuten.