Marco Rubio wurde als neuer Außenminister der Vereinigten Staaten nominiert und vom US-Senat mit bemerkenswerten 99 zu 0 Stimmen bestätigt. Diese Bestätigung fand am 20. Januar, am Tag der Amtseinführung von Präsident Donald Trump, statt. Als erster Außenminister hispanischer Abstammung bringt Rubio nicht nur eine lange politische Karriere mit, sondern auch kubanische Wurzeln, was ihn als Symbol für Vielfalt in der US-Politik hervorhebt. Sein Werdegang als Senator aus Florida seit 2011 und seine frühere Kandidatur für das Präsidentenamt im Jahr 2016 zeichnen ihn als erfahrenen Politiker aus.
Die Bestätigung Rubios fiel in eine Zeit, in der die Bestätigungsanhörungen für die von Trump nominierten Kabinettsmitglieder bereits in der Vorwoche anstanden. Ohne die Zustimmung des Senats können die nominierten Kabinettsmitglieder nicht ihren Posten antreten. Trotz der engen Mehrheit der Republikaner im Senat, war Rubio aufgrund seiner langjährigen politischen Beziehungen und breiten Anerkennung innerhalb der Partei, sowohl über Parteigrenzen hinweg, als umstrittenster Kandidat.
Politische Perspektiven und Herausforderungen
Marco Rubio wird von zahlreichen politischen Beobachtern als potenzieller Partner für bedeutende internationale Themen angesehen. Beispielsweise äußerte sich die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock positiv über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit, insbesondere in Fragen hinsichtlich China, europäischer Sicherheit und im Kontext des Ukraine-Kriegs. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Rubio gegen milliardenschwere Unterstützung für die Ukraine gestimmt hat, was Fragen zu seinen Positionen aufwirft.
Spiegel berichtet, dass Senator Chuck Grassley Rubio als intelligenten Mann mit einem ausgezeichneten Verständnis für die amerikanische Außenpolitik lobte. Diese Einschätzung könnte für den neuen Außenminister entscheidend sein, insbesondere in Bezug auf die Herausforderungen, die mit seiner neuen Rolle einhergehen.
Zukünftige Erwartungen
Traditionell tritt der Senat am Tag nach der Amtseinführung zusammen, um das Kabinett des neuen Präsidenten zu bestätigen. Neben der Bestätigung Rubios erwartet man eine zügige Abstimmung über John Ratcliffe, der von Trump für die CIA nominiert wurde. Weitere Abstimmungen sind ebenfalls für die kommende Woche angedacht, unter anderem für Pete Hegseth als Verteidigungsminister, der als deutlich umstrittener gilt als der neu ernannte Außenminister.
Die politische Landschaft der USA steht unter einem besonderen Fokus, nachdem Rubio als weniger kontrovers eingestuft wird, im Gegensatz zu anderen Kandidaten im Kabinett. Diese Einigkeit im Senat könnte eine Stabilität in der Außenpolitik der USA fördern, wenn Rubio in seinem neuen Amt antritt und möglicherweise auch globale Partnerschaften und Allianzen neu gestaltet.
Mehr Informationen über Rubios Bestätigung finden Sie bei OP-Online und Tagesschau.