Am Dienstag führten Donald Trump und Wladimir Putin ein Gespräch, dessen Ziel ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine war. Laut op-online dauerte das Telefonat etwa eineinhalb Stunden und endete mit einer Vereinbarung zu einem 30-tägigen gegenseitigen Stopp der Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Kurz nach dem Gespräch meldete die Ukraine Luftalarm und Explosionen in Kiew, was auf mögliche Verstöße gegen die getroffenen Vereinbarungen hindeutet.
Die Einschätzungen des Gesprächs fallen jedoch unterschiedlich aus. Trump und das Weiße Haus sprachen von einer umfassenden Waffenruhe, während der Kreml betonte, dass Putin positiv auf den Vorschlag zur Einstellung der Angriffe auf die Energie-Infrastruktur reagierte. Putin stellte im Gespräch Forderungen, darunter die sofortige Einstellung von Waffen- und Geheimdiensthilfen des Westens an die Ukraine. Trump wies dagegen eine Zusage Putins zurück, dass dieser einen sofortigen Stopp aller Hilfen gefordert habe. In der Folge wurde die Kremlmitteilung als Drohung an die USA und Europa interpretiert. Putin stellte Bedingungen auf, die eine Eskalation des Konflikts nicht ausschließen.
Reaktionen und Vorkommnisse in der Ukraine
In den letzten Tagen gab es vermehrt Meldungen über Angriffe in der Ukraine. Die ukrainische Seite gab an, 79 von 145 russischen Drohnen abgefangen zu haben. Doch die russischen Angriffe führten zu schweren Verlusten auf ukrainischer Seite. Beispielsweise wurden in der Oblast Donezk mindestens vier Personen durch russisches Beschuss getötet, dabei führte Russland Luftangriffe auf strategische Ziele in Odessa durch.
Der ukrainische Präsident Selenskyj äußerte in diesem Kontext den Wunsch nach einem konstruktiven Dialog mit US-Vertretern in Saudi-Arabien und betonte die Notwendigkeit schneller und effektiver Maßnahmen. Diese Gespräche sind Teil der Bemühungen, einen Friedensplan sowie ein Rohstoffabkommen zwischen der Ukraine und den USA zu erarbeiten. Hierbei zeigte sich die ukrainische Delegation dankbar für die Unterstützung aus den USA und bekräftigte die Bereitschaft zu einem Waffenstillstand, der jedoch von Russland akzeptiert werden muss.
Kontext der Friedensverhandlungen
Die Situation wird durch die negative Reaktion von Kreml-Hardlinern auf die Vorschläge für Friedensverhandlungen kompliziert. Alexander Dugin, ein rechtsextremer Philosoph, äußerte sich ablehnend gegenüber der Idee einer Feuerpause. Auch Militärblogger behaupteten, die Ukraine wolle lediglich eine Atempause zur Auffüllung ihrer Armee. Der Druck auf Russland wächst, auf die friedlichen Vorschläge zu reagieren, denn die Ukraine fordert neben dem Waffenstillstand auch feste Sicherheitsgarantien gegen erneute Angriffe, sowie die Rückkehr zwangsverschleppter ukrainischer Kinder.
Zusätzlich stellen die USA klar, dass die Gegenseitigkeit für Frieden von entscheidender Bedeutung ist. Ein ehemaliger US-Botschafter warnte vor möglichen Manipulationsversuchen durch Putin, um Trump zu beeinflussen. Weitere Gespräche zwischen Russland und den USA sind bereits für Sonntag in Saudi-Arabien angesetzt, was auf eine Fortsetzung der Diplomatie hindeutet. Doch die verfahrene Situation bleibt angespannt und erfordert schnelles Handeln seitens der internationalen Gemeinschaft.