Am 19. März 2025 sprachen Donald Trump und Wladimir Putin über den Ukraine-Konflikt, während die EU sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von diesen Gesprächen ausgeschlossen waren. Dies wirft Fragen über die diplomatische Mitwirkung der EU auf, die von Militär-Analyst Michael Clarke in einem Interview mit Sky News kritisch hinterfragt wurde. Clarke stellte fest, dass die Abwesenheit Selenskyjs darauf hinweist, dass die Ukraine aus den Verhandlungen ausgeschlossen wird und er verwendete die eindringliche Metapher: „Wer nicht am Tisch sitzt, steht auf der Speisekarte“.

Dies reflektiert die geopolitische Realität, in der die EU, besonders verkörpert durch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, in der Diplomatie an Einfluss verliert. Clarke erläuterte die komplexe Situation um den Ukraine-Konflikt und die Herausforderungen, die sich daraus für die europäische Sicherheit ergeben.

Friedenssicherungstruppen in der Ukraine

Ein zentrales Thema sind auch die Überlegungen zu Friedenssicherungstruppen in der Ukraine. Einige europäische Länder haben angeboten, Truppen als Teil einer solchen Kraft zu stationieren. Clarke erläutert, dass Friedenssicherungstruppen traditionell an Grenzen stehen, um die Situation zu überwachen und die jeweiligen Linien zu bewahren. Bei der Ukraine-Russland-Grenze jedoch ergibt sich eine außergewöhnliche Herausforderung: Die Grenze erstreckt sich über ca. 700 Meilen, was die längste Friedenssicherungslinie in der Geschichte darstellen würde.

Um diese Aufgabe zu bewältigen, wird geschätzt, dass zwischen 100.000 und 110.000 Truppen nötig wären, wobei das Dreifache dieser Zahl zur Verfügung stehen müsste, um die Einheiten zu ersetzen. Alternativ könnten etwa 50.000 bis 60.000 Truppen in zentralen Positionen stationiert werden, um schnell auf Krisensituationen reagieren zu können. Insgesamt wären zudem circa 300.000 Truppen erforderlich, wobei unklar bleibt, woher diese kommen könnten. Clarke warnt zudem, dass Friedenssicherungstruppen ohne amerikanische Unterstützung schnell in Konflikte verwickelt werden könnten, was die Effizienz solcher Einsätze gefährdet.

Europäisch-Ukrainische Abhängigkeit

Im Kontext dieser Sicherheitsbestrebungen betont der Publizist Walerij Pekar die enge Abhängigkeit zwischen Europa und der Ukraine. Er beschreibt diese Beziehung als ein gemeinsames Boot, in dem beide Seiten entweder gemeinsam das Ufer erreichen oder zusammen untergehen. Pekar fordert ein schnelles Verständnis dieser Abhängigkeit von europäischer Seite und hebt die essentielle Rolle der Ukraine als „Schutzschild“ für Europa hervor. Die ukrainische Armee gilt als die größte in Europa und hat das nötige Wissen, um Russland aufzuhalten und einen modernen, hochtechnisierten Krieg zu führen.

Damit die Ukraine diese Rolle effektiver ausfüllen kann, bedarf es jedoch der Rückendeckung durch Europa in Form von finanzieller Hilfe, Waffen, Technologien sowie politischer und moralischer Unterstützung. Pekar schlussfolgert, dass Europa und die Ukraine miteinander verbunden sind und gemeinsam für die Sicherheit des Kontinents arbeiten müssen.

Die Diskussion um den Ukraine-Konflikt und die notwendige europäische Unterstützung für die Ukraine bleibt brisant. Abschließend ist der Tennor, dass die geopolitischen Entscheidungen der nächsten Monate entscheidend sein werden für die Zukunft sowohl der Ukraine als auch Europas.