Monika Schnitzler, Chefin der Wirtschaftsweisen, fordert scharfe Gegenmaßnahmen gegen die angekündigten US-Strafzölle, die Präsident Donald Trump ab dem 12. März 2025 auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus der EU erheben könnte. Diese Handlung basiert auf der Notwendigkeit, gezielte Produkte zu belegen, die für einflussreiche republikanische Senatoren von Bedeutung sind, um Druck auf die US-Regierung auszuüben. Trump visiert Zölle in Höhe von 25% an, die bereits an andere Länder wie China, Brasilien und Argentinien verhängt wurden.

Nach den Erfahrungen mit früheren Zöllen, die 2018 eingeführt wurden, sind die Auswirkungen auf europäische Exporteure deutlich. Damals wurden unter anderem Harley-Davidson-Motorräder, Bourbon und Erdnussbutter von hohen Zöllen betroffen. So erlebte Harley-Davidson deutliche Umsatzeinbußen und entsiedelte Teile der Produktion nach Thailand. Auch Bourbon-Hersteller litten, da Europa damals ihr größter Exportmarkt war. Trotz Schnitzlers Verwechslung zwischen Sojabohnen und Erdnussbutter, erstere wurden 2018 nur von China belegt, wurden die Gewinne der US-Landwirte stark beeinträchtigt, da der Markt auf günstigere Importe aus Brasilien und Argentinien auswichen.

Zukunft der transatlantischen Beziehungen

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des EU-Parlaments, hat klar angesprochen, dass Europäer im Falle von US-Zöllen ebenfalls retaliatorische Maßnahmen in Erwägung ziehen. Diese könnten sich auf ein breites Spektrum von Produkten erstrecken, darunter Jeans, Bourbon-Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter. Aktuell laufen die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung, um eine Einigung zu erzielen und die Zölle möglicherweise abzuwenden.

Die Entwicklungen sind besonders brisant, denn nach Trumps Wiederwahl galt es, die transatlantischen Beziehungen neu zu definieren. Im November 2024 kam es zu Debatten im Europäischen Parlament, in denen Abgeordnete die Bedeutung einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den USA unterstrichen. Adam Szłapka, polnischer Minister für europäische Angelegenheiten, forderte einen offenen, regelbasierten internationalen Handelsansatz, um die Effizienz zu steigern. Maroš Šefčovič von der Europäischen Kommission kritisierte die US-Zölle als schädlich für Unternehmen und Verbraucher und betonte die Notwendigkeit der Abschreckung gegen diese Maßnahmen.

Kritik an US-Tech-Giganten

Darüber hinaus äußerte Schnitzler scharfe Kritik an den US-Tech-Giganten, die sich Trump angebiedert hätten. Sie fordert die EU-Kommission auf, Wettbewerbsverfahren gegen Unternehmen wie Meta, Apple, Google, Amazon und Microsoft nicht zurückzunehmen. Trump hatte bereits 2019 mit Zöllen auf Autos gedroht, sollte die EU hohe Strafen gegen die Tech-Firmen aussprechen. Diese dynamische Entwicklung zeigt, dass die Beziehungen zwischen der EU und den USA unter Druck stehen, während die EU bestrebt ist, ein Gleichgewicht im Handelsdiskurs zu finden und sich aktiv gegen drohende Zölle zur Wehr zu setzen.

Wie fr.de berichtet, ist die Situation angespannt, und das Vorgehen der EU wird genau beobachtet. Parallel dazu sind auf spiegel.de weitere Informationen über die konkreten Auswirkungen der Strafzölle zu finden. Gleichzeitig informiert der europäische Parlament über die potenziellen Auswirkungen neuer Zölle und die laufenden Verhandlungen zwischen den beiden großen Weltwirtschaften.