In der Ostukraine kommt es heute, am 28. Januar 2025, zu intensiven Kämpfen zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften. Die ukrainische Militärführung berichtet von einem Abwehrkampf gegen russische Angriffe, insbesondere in der Region Donetsk, wo sich die Frontlinien verschieben. Währenddessen hat Russland die Kontrolle über die Siedlung Dvorichna in der Region Kharkiv beansprucht. Diese Siedlung wurde im Jahr 2022 von russischen Truppen erobert und später von der Ukraine zurückerobert.

Intensive Kämpfe konzentrieren sich auf die Städte Chasiv Yar und Toretsk. Chasiv Yar, einst eine strategisch wichtige Stadt mit etwa 12.000 Einwohnern vor dem Krieg, ist ebenfalls stark betroffen von den aktuellen Kämpfen. Da Toretsk eine der vielen Bergbaustädte in der Region Donetsk ist, die seit Monaten umkämpft werden, wächst die Sorge um die Bevölkerung in der Region. Laut Berichten von Al Jazeera verletzten russische Luftangriffe acht Personen und beschädigten Wohngebäude in der Ukraine.

Russische Fortschritte und strategische Entwicklungen

Russische Streitkräfte haben die Stadt Velyka Novosilka, die vor dem Krieg etwa 5.000 Einwohner hatte, als weiteren strategischen Punkt erobert. Dies ist die zweite bedeutende Stadt in Donetsk, die im Oktober 2023 an Russland fiel, nach Kurakhove. Der Verlust von Toretsk erscheint mittlerweile fast unvermeidlich, was die russische Offensive in Richtung Kramatorsk vorantreiben könnte.

Die ukrainische Generalstab meldet, dass am Montag 85 russische Angriffe in Richtung Pokrovsk verzeichnet wurden. Russische Kräfte haben in den vergangenen Monaten erhebliche Fortschritte gemacht, und die Ukraine könnte vor einer ernsthaften Herausforderung stehen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Wochenende den Kommandanten der Ostfront ausgetauscht, um die Verteidigungsstrategie in der Region Donetsk zu verbessern.

Politische und militärische Implikationen

Der latent bestehende Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der bereits seit 2014 tobt, stellt den größten regionalen Konflikt in Europa seit 1945 dar. Die Ukraine kämpft um ihre Existenz und hat seit dem 24. Februar 2022 bereits über die Hälfte der verlorenen Gebiete zurückerobert. Während Russland versucht, seine politischen Ziele mit militärischer Kraft zu verbinden, scheint die Realität eine andere zu sein.

Beide Seiten mobilisieren neue Ressourcen, um die Kriegsmüdigkeit in der Bevölkerung zu bekämpfen, doch bleibt unklar, wie lange die Dysbalance zwischen Zielen und Mitteln bestehenbleiben kann. Laut dem Institute for the Study of War ist die russische Übernahme von Velyka Novosilka ein politisch motivierter Schritt, um die Wahrnehmung im Westen zu beeinflussen.

Die ukrainische Luftwaffe spinnt weiterhin defensive Strategien, und Berichte zeigen, dass sie kürzlich 65 Drohnen abfangen konnte. Trotz der Herausforderungen in besetzten Gebieten bleibt die ukrainische Armee entschlossen, ihre Stellungen zu halten, während beide Seiten weiterhin auf Artillerie und zunehmend auch auf Drohnen setzen.

Die Situation an den Frontlinien bleibt angespannt und könnte sich durch strategische Entscheidungen auf beiden Seiten schnell ändern. Auch wenn beide Nationen große Verluste erlitten haben, könnte der Krieg mit der Zeit in eine entscheidende Phase eintreten, wobei jede Seite weiterhin auf mögliche Vorteile hofft.

Für detaillierte Informationen zu den Entwicklungen in diesem Konflikt verweisen wir auf weitere Inhalte bei Al Jazeera, Independent und bpb.