Großbritannien

Vereine fordern Ende der Wiederholungsspiele im FA-Cup: Uneinigkeit im Fußball

Der Streit um den FA-Cup: Vereine kämpfen für traditionelle Wiederholungsspiele

In einem Brief an die britische Sportministerin Lucy Frazer haben mehr als zwei Dutzend englische Fußballvereine die Abschaffung der Wiederholungsspiele im FA-Cup gefordert. Die Clubs kritisieren den Verband FA und die Premier League dafür, diese historische Reform ohne Absprache mit den anderen Vereinen beschlossen zu haben. Bisher sah der Modus vor, dass bei einem Unentschieden nach 90 Minuten ein lukratives Wiederholungsspiel angesetzt wurde, bei dem das Heimrecht getauscht wurde. Erst ab dem Achtelfinale wurden Partien bei einem Remis direkt im Anschluss mit Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden.

Die Initiative Fair Play will den Traditionsbewerb FA-Cup bewahren und betont, dass die Entscheidung zur Abschaffung der Wiederholungsspiele den wachsenden Einfluss der Premier League auf den englischen Fußball verdeutlicht. Es wird kritisiert, dass Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen werden, ohne Transparenz, Konsequenz und Fairness. Die Clubs und Fans fühlen sich im Stich gelassen und fordern die Regierung auf, sicherzustellen, dass alle Teams einer solchen Änderung zustimmen müssen.

Die Begründung von FA und Premier League für die Reform liegt im volleren Spielkalender der UEFA. Als Gegenleistung wurden mehr Live-Spiele im TV und zusätzliche Millionenzahlungen für den Amateurfußball in Aussicht gestellt. Die Umsetzung der neuen Regelung ist bereits für die kommende Saison geplant. Sportministerin Frazer betonte, dass es sich um eine Angelegenheit des Verbandes handle und dass die Zustimmung aller Clubs für solche Schritte gesetzlich verankert werden sollte.

Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Konrad l. Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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