Russland hat in der Nacht mindestens 77 ukrainische Drohnen abgeschossen. Dabei wurden 30 Drohnen über der westlichen Region Brjansk und 25 über Kaluga abgefangen. Weitere Angriffe wurden über Kursk, Woronesch, Rostow und Belgorod abgewehrt. Kremlsprecher Dmitri Peskow deutet eine Stellungnahme von Präsident Putin zum US-Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe an, die möglicherweise nach Gesprächen mit dem belarusischen Präsidenten Lukaschenko erfolgen wird. Während eine US-Delegation auf dem Weg nach Moskau ist, bleibt die Reaktion des Kremls auf den Waffenruhe-Vorschlag bisher unklar.

Die mulitiplen Angriffe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung zwischen den USA und der Ukraine über eine Waffenruhe erreicht wurde. Kiew hat dem Vorschlag zugestimmt und ein Abkommen über ukrainische Rohstoffe unterstützt. Dies ist ein positiver Schritt, der auch von US-Außenminister Marco Rubio begrüßt wurde, der erklärte, dass nun Russland am Zug sei. Ein frischer Ansatz zur Erreichung des Friedens scheint nicht nur auf dem US-Vorschlag, sondern auch auf den jüngsten Gesprächen zwischen US- und ukrainischen Delegationen zu basieren, die als ermutigend beschrieben wurden.

EU und Sicherheitsgarantien

Im Rahmen der Verhandlungen steht die Diskussion über Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Vordergrund. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa äußerten sich erfreut über den Fortschritt der Gespräche. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bedeutung von Sicherheitsgarantien hervorgehoben und seine Dankbarkeit für die Unterstützung der USA ausgesprochen

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Parallel zu diesen Entwicklungen fordern deutsche Wissenschaftler eine sofortige Erhöhung der Verteidigungsausgaben, während Verteidigungsminister aus Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien über eine möglicherweise Friedenstruppe für die Ukraine beraten. In dieser Debatte kommt eine Forderung des polnischen Präsidenten Andrzej Duda hinzu, die Stationierung von US-Atomwaffen in Polen zu prüfen.

Finanzen und deutsche Rolle

Eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass europäische Staaten die finanzielle Unterstützung für die Ukraine großflächig ersetzen könnten. Derzeit geben diese Regierungen durchschnittlich nur 0,1% ihres BIP für bilaterale Ukraine-Hilfen aus. Um eine mögliche Lücke durch die USA zu kompensieren, müsste dieser Anteil auf 0,21% steigen, was einer Verdopplung auf 82 Milliarden Euro pro Jahr entspricht.

Innerhalb der Koalition der Willigen, die von Frankreich und Großbritannien angeführt wird, laufen Beratungen über die Ausarbeitung eines Plans für eine Waffenruhe in der Ukraine. Trotz mehrerer Optionen gibt es derzeit noch keine konkrete Vereinbarung. Emmanuel Macron hat einen Vorschlag zur Schaffung einer einmonatigen Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine unterbreitet, die auch die Bereiche Luft, Meer und Energieinfrastruktur abdecken soll.

Die dynamischen Entwicklungen in der Ukraine und die geopolitischen Gespräche scheinen darauf hinzudeuten, dass die internationalen Partner um Frieden bemüht sind, wobei die Rolle Deutschlands jedoch noch unklar bleibt. Olaf Scholz fordert ein Ende der Bombardierungen, während Annalena Baerbock für einen aktiven Beitritt Deutschlands zur Koalition der Willigen plädiert und finanzielle Unterstützung für die Ukraine anmahnt.

Wie sich die Situation in der Ukraine weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten, während die internationale Gemeinschaft entschlossen bleibt, Lösungen für den Konflikt zu finden.

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