Beim letzten Staffel-Wettbewerb der Weltcup-Saison in Nove Mesto erzielten die deutschen Biathleten einen soliden vierten Platz. Das DSV-Quartett, bestehend aus David Zobel, Philipp Nawrath, Johannes Kühn und Philipp Horn, kämpfte hart, hatte jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zobel kassierte eine Strafrunde, während Kühn sich gleich drei Strafrunden aufzwingen musste, was dem Team wertvolle Zeit kostete. Der Rückstand auf die siegreichen Franzosen betrug schließlich 2:57,1 Minuten nach einer Distanz von 4 x 7,5 Kilometern. Für das deutsche Team war dies eine herausfordernde Saisonfinale, in der es nicht nur fünf Staffelrennen, sondern auch den Gewinn der Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft in Lenzerheide zu verzeichnen hatte. Frankreich dominierte das Staffelrennen und gewann alle fünf Weltcup-Staffelrennen in dieser Saison.
Insgesamt musste das DSV-Team zehn Nachlader in Anspruch nehmen, während Frankreich mit nur vier Nachladern auskam. Nawrath übergab als 15. und konnte das Team kurzfristig auf Rang sechs bringen. Kühn hatte bei seinem Wechsel Probleme – er stürzte, schoss im Stehendanschlag alle fünf Patronen daneben und musste zusätzliche 450 Extrameter laufen. Kühn beschrieb die Windbedingungen als besonders herausfordernd während des Rennens. Trotz der Schwierigkeiten gelang es Horn, nach den Fehlern der anderen Athleten noch einmal Rang drei anzuvisieren, jedoch ohne Erfolg.
Schwierigkeiten und Chancen
Besonders vor den World Cup-Rennverläufen standen die Athleten des DSV unter Druck. An einem vorherigen Wettbewerb nahmen Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt, Philipp Nawrath und Benedikt Doll teil, doch auch sie sahen sich mit Problemen konfrontiert. Durch insgesamt 13 Nachlader gerieten sie deutlich ins Hintertreffen und konnten den Rückstand auf die drittplatzierten Norweger nach 4 x 6 Kilometern nicht reduzieren. Philipp Nawrath gab zu, dass er beim Schießen Schwierigkeiten hatte und nicht in der Lage war, sich von den Konkurrenz abzusondern. In diesem Wettbewerb sicherten sich die Franzosen den Sieg, gefolgt von den Schweden.
Weltcup im Kontext
Der Biathlon-Weltcup gehört zur höchsten Wettkampfklasse im Biathlon und wird während der Wintermonate ausgetragen, organisiert vom Internationalen Biathlonverband (IBU). Der Weltcup umfasst in der Regel neun Veranstaltungen mit verschiedenen Wettbewerben, darunter Staffel- und Einzelrennen. Die Saison besteht aus etwa 22 Individualrennen und mindestens vier Staffel- und gemischten Staffelrennen. In der Geschichte des Biathlons sind Konstrukte wie die Gesamtweltcupwertung und die getrennten Wertungen für die Disziplinen seit 1989 von zentraler Bedeutung. Die größte Herausforderung für die Athleten bleibt die hohe Leistungsdichte, die es schwierig macht, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Die deutschen Biathleten haben mit ihren Leistungen in dieser Saison ermutigende Fortschritte erzielt, auch wenn das Podium nur einmal in Ruhpolding erreicht werden konnte. Es bleibt zu hoffen, dass sie aus ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten lernen und in künftigen Wettbewerben, die oft über den gesamten Winter verteilt stattfinden, stärker zurückkehren.