Heute ist der 9.03.2025
Datum: 9.03.2025 – Source 1 (https://unser-mitteleuropa.com/161528):
– Femen-Aktivistinnen protestierten am 8. März, dem Weltfrauentag, für Frauenrechte.
– Die Demonstration beinhaltete Nazi-Symbole und sexistische Ästhetik.
– Die Aktivistinnen warnten vor einer „neuen faschistischen Epidemie“ als Bedrohung für die USA und Europa.
– Etwa 30 Femen-Aktivistinnen nahmen an der Demonstration teil, trugen Militärbarette und waren halbnackt.
– Ihre Körper waren mit amerikanischen, europäischen und russischen Flaggen bemalt, die durch Hakenkreuze verzerrt waren.
– Sie erhoben die rechte Hand zum Faschistengruß und skandierten Namen von politischen Führern wie Donald Trump, Vladimir Putin und Viktor Orbán.
– Diese Führer repräsentieren Staaten mit einer Bevölkerung von 622 Millionen Menschen, die überwiegend rechtsnational gewählt haben.
– Die Aktivistinnen zündeten schwarze Rauchbomben, um Aufmerksamkeit zu erregen.
– Die Femen-Aktion stahl anderen Frauenbewegungen in Paris die Show, wo über 120.000 Menschen an ähnlichen Demonstrationen teilnahmen.
– Eine der Hauptforderungen war die Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles, das laut Insee-Daten von 2023 bei 14,2 % liegt.
– Die Teilnahme der rechtsradikalen Gruppe „Némésis“ wurde von feministischen und antirassistischen Organisationen verurteilt.
– Am Freitagabend vor der Demonstration fand ein weiterer „radikalfeministischer“ Marsch in Paris statt, der zunächst verboten, aber gerichtlich erlaubt wurde.
Source 3 (https://www.gleichstellungsportal.de/abc-der-gleichstellung/feminismus-frauenbewegung/):
– Die 1960er Jahre werden als zweite Welle der Frauenbewegung (Differenzfeminismus) bezeichnet.
– Inspiriert durch die Student*innen-Bewegung der Neuen Linken.
– Unterschied zur ersten Frauenbewegung: Unterstützung und Zusammenarbeit mit Männern war nicht mehr selbstverständlich.
– Themen der zweiten Welle: sexualisierte Gewalt und Unterdrückung weiblicher und lesbischer Sexualität.
– Zwei Hauptströmungen innerhalb der neuen Frauenbewegung:
1. Frauengruppen, die an den Gleichheitsfeminismus der ersten Welle anknüpfen und die Revolution des kapitalistischen Gesellschaftssystems anstreben.
2. Radikal-feministische, autonome Frauenbewegung, die die Abschaffung heteronormativer und patriarchal geprägter Sexualnormen fordert.
– Radikal-feministische Bewegung fokussiert auf psychologische Befreiung und gesellschaftliche sowie sexuelle Selbstbestimmung der Frauen.
– Unterschiede in den Bedingungen für Frauen in Ost- und Westdeutschland:
– DDR: mehr Freiheit durch allgemeine Berufstätigkeit, aber auch große Doppelbelastung und höhere Scheidungsraten.
– Westdeutschland: mehr Möglichkeiten zur kulturellen und politischen Emanzipation, jedoch Einfluss der Kirchen, der der Emanzipation entgegenwirkte.
– In Ostdeutschland eröffneten Kirchen oppositionell aktiven Frauen Räume und Freiheiten.
– Unterschiede wirken sich bis heute auf Sprache, Vernetzung und Forderungen von „Ostfeministinnen“ und „Westfeministinnen“ aus.
– Regionale Unterschiede in der Verhandlung von Themen wie Abtreibungsverbote und Antibabypille.