Der Eurovision Song Contest (ESC) 2025, der in Basel, Schweiz, stattfinden wird, wird von einer Vielzahl an Rückzügen und Absagen überschattet. Wie Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, ist die Teilnehmerzahl auf 37 Länder gesenkt worden, nachdem Moldawien seine Rückkehr abgesagt hat. Diese Zahl bleibt damit gleich wie 2024, während sie in den Jahren zuvor 40, 39 und 41 betrug.
Zwar hat Luxemburg im vergangenen Jahr ein Comeback gefeiert und sich erfolgreich für das Finale qualifiziert, jedoch sind zahlreiche Länder nicht mehr im Wettbewerb aktiv. Diese Rückzüge haben unterschiedliche Gründe, von finanziellen Schwierigkeiten bis hin zu politischen Konflikten. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hatte den Mitgliedsanstalten bis zur Mitte von Oktober 2024 Zeit gegeben, ihre Teilnahme zu beantragen, doch einige Länder haben sich entschieden, nicht mehr an dem renommierten Wettbewerb teilzunehmen.
Rückzüge von Ländern
Die Absagen umfassen unter anderem Andorra, das seine Teilnahme erstmals seit 2009 im Jahr 2025 zusagte. Laut Kölner Stadt-Anzeiger teilte RTVA im Mai 2022 mit, dass eine Teilnahme in naher Zukunft unwahrscheinlich sei. Ein weiteres Land, das sich zurückgezogen hat, ist Belarus, dessen Mitgliedschaft aufgrund von Regelverletzungen am 1. Juli 2021 offiziell beendet wurde.
Bosnien und Herzegowina verweilte lange in der Schwebe und gab schließlich am 14. Oktober 2022 bekannt, dass es nicht teilnehmen wird, nachdem der Sender BHRT Insolvenz angemeldet hatte. Ähnlich erging es Bulgarien, das ebenfalls seine Teilnahme wegen finanzieller Engpässe absagte.
Kasachstan und der Kosovo konnten aufgrund fehlender EBU-Mitgliedschaften nicht teilnehmen. Während der Kosovo um Vollmitgliedschaft strebt, ist die Teilnahme nicht möglich, ohne in der ITU zu sein. Auch Liechtenstein und Monaco hatten seit vielen Jahren nicht mehr am ESC teilgenommen, wobei Letzteres seit 2006 nicht mehr in dem Wettbewerb vertreten war.
Teilnehmer am ESC 2025
Die verbleibenden 37 Länder werden in zwei Halbfinalen antreten, die am 13. und 15. Mai 2025 stattfinden, während das Finale am 17. Mai 2025 ausgetragen wird. Sechs dieser Länder sind direkt für das Finale qualifiziert, die sogenannten Big-5 (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich) sowie der Gastgeber Schweiz, wie Eurovision World berichtet.
Der ESC hat eine lange Geschichte, die seit 1956 zurückreicht, und hat Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt begeistert. Der Wettbewerb gilt als bedeutendes kulturelles Ereignis in Europa und hat viele internationale Hits hervorgebracht. Trotz der mehrmaligen Veränderungen in der Teilnahmeberechtigung und den Abstimmungssystemen bleibt der ESC ein Sprungbrett für Künstler, die in der Musikbranche durchstarten möchten, wie Wikipedia beschreibt.