Am 27. Februar 2025 wurde die SpaceX Falcon 9 Rakete erfolgreich gestartet, um die Mondlandefähre „Athena“ des Unternehmens Intuitive Machines in die Umlaufbahn zu bringen. Der Start erfolgte von der Rampe 39A des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral, Florida, und war das Resultat monatelanger Vorbereitungen. „Athena“ ist die zweite kommerzielle Mondlandung des Unternehmens, nur ein Jahr nach der ersten Mission.

Bereits am Mittwochabend (US-Ortszeit) schwebte die Rakete in den Himmel. Die geplante Ankunft von „Athena“ am Mond ist für frühestens den 6. März anvisiert, mit dem Ziel, das Gebiet des Mons Mouton im Südpolargebiet des Mondes zu erkunden. Die Mission ist auf etwa zehn Tage angelegt und hat das Ziel, wertvolle Rohstoffe und Wasser auf dem Mond zu finden.

Technische Details der „Athena“-Mission

„Athena“ misst 4,3 Meter in der Höhe und hat einen Durchmesser von 1,6 Metern. Die Fähre ist ausgestattet mit modernster Technik, darunter:

  • Ein Bohrer, der bis zu einen Meter unter die Mondoberfläche vordringen kann,
  • Ein Massenspektrometer zur Erkennung flüchtiger Stoffe,
  • Ein kleines Gerät namens „Grace“, das Oberflächenbilder aufnimmt und Krater erkundet,
  • Zwei Rover: „Mapp“ und der zweirädrige „Yaoki“.

Die Mission „IM-2“ wird in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen und Organisationen, einschließlich des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), durchgeführt. Sie ist Teil der NASA-Initiative „CLPS“ (Commercial Lunar Payload Services), die es privaten Firmen ermöglicht, an der Erforschung des Mondes teilzunehmen.

Konkurrenz im Mondraum

Die Mission von Intuitive Machines tritt in einen zunehmend wettbewerbsintensiven Raum ein. Aktuell sind auch andere private Mondlandungen in Planung. So startete am Mittwoch gleichzeitig die Blue Ghost Mission 1 von Firefly Aerospace sowie die Hakuto-R Mission 2 von iSpace. Diese beiden Missionen zielen darauf ab, wissenschaftliche und technische Nutzlasten zur Mondoberfläche zu bringen. Insbesondere die Hakuto-R Mission 2 ist bemerkenswert, da sie der zweite Versuch ist, einen Lander zum Mond zu bringen, nachdem der erste Versuch am 25. April 2023 gescheitert war.

Blue Ghost wird voraussichtlich am 2. März im Mare Crisium landen und wird zehn NASA-Nutzlasten transportieren, darunter raditionstolerante Computer und Systeme zur Staubbeseitigung. Auch iSpace hat seinen Lander „Resilience“ optimiert, um nach einem misslungenen Versuch zwei Jahre zuvor erfolgreich zu sein.

Ausblick und Herausforderungen

Mondlandungen gelten als eine der technisch herausforderndsten Unternehmungen in der Raumfahrt, und es kommt häufig zu Misserfolgen. Die ersten Mondlandungen in dieser neuen Ära zeigten bereits hohe Risiken—wie die erste kommerzielle Mondlandung von Intuitive Machines, die zwar landete, aber durch beschädigte Landebeine umkippte.

Die aktuellen Mondmissionen stellen einen bedeutenden Fortschritt in der weltweiten Bemühung dar, den Mond zu erkunden und dessen Ressourcen zu nutzen. Trotz der Herausforderungen, die vor den Unternehmen liegen, bleibt das Ziel, den Mond als Ziel für zukünftige Explorationen und Technologien zu etablieren, fest im Blick.

Weitere Informationen finden Sie in den Berichten von t-online und Flugrevue.