Beim Masters-Turnier in Indian Wells hat Alexander Zverev als einziger deutscher Tennis-Profi die zweite Runde erreicht, während alle anderen Teilnehmer frühzeitig ausschieden. Jan-Lennard Struff gab gegen den Franzosen Gael Monfils mit 4:6, 4:6 auf, während Tatjana Maria gegen Belinda Bencic aus der Schweiz mit 1:6, 1:6 verlor. Auch Jule Niemeier musste sich bereits zuvor aus dem Wettbewerb verabschieden. Zverev, der an Nummer eins gesetzt ist, hat ein Freilos und trifft in der nächsten Runde auf Tallon Griekspoor aus den Niederlanden.
Zverev zeigte sich optimistisch, nachdem er schließlich das Finale der Australian Open erreicht hatte. Seine Leistung in den letzten Monaten war jedoch durchwachsen. Nach den Australian Open nahm er an drei Sandplatzturnieren in Südamerika teil, blieb dort jedoch ohne Erfolg. Er gab an, dass er möglicherweise länger auf Hartplatz hätte bleiben sollen, verteidigte jedoch seine Entscheidung zur Vorbereitung auf die French Open.
Vorbereitungen und Selbstreflexion
Zverev erklärte, dass es ihm wichtig sei, seine Probleme auf Sand zu lösen und seinen Rhythmus zurückzufinden. Im Vorfeld des Turniers gab er zu, dass seine physischen Probleme ihn während der letzten Wochen beeinträchtigt haben. Diese sorgen dafür, dass die kommenden Spiele für ihn besonders entscheidend sind, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Turniere in Miami, die er als vorteilhafter empfindet.
Jan-Lennard Struff hingegen, der Struff auf dem Weg zur zweiten Runde begleiten sollte, wird nun gegen Milos Raonic antreten, der sich nach einem Sieg über Marcos Giron in die nächste Runde spielte. Struff hat in der Vergangenheit bereits gegen Raonic gespielt und wird versuchen, die positiven Erinnerungen zu nutzen.
Kontext des deutschen Tennis
Der aktuelle Ausgang der deutschen Tennisprofis wirft einen Schatten auf die Tradition des Tennissports in Deutschland. Tennis gehört zu den beliebtesten Sportarten im Land, nach Fußball und Turnen. Mit über 1,4 Millionen Vereinsmitgliedern ist der Sport fest im deutschen Kulturleben verankert. Der Deutsche Tennis Bund verzeichnete einen Zuwachs von rund 16.000 Tennisspielern im Jahr 2024. Darüber hinaus gibt es in Deutschland fast 8.700 Tennisvereine, die in 17 Landesverbänden organisiert sind.
Diese Herausforderungen bei internationalen Turnieren könnten auch die Entwicklung des deutschen Tennis beeinflussen. Während Alexander Zverev als Aushängeschild den Blick nach vorne richtet, bleibt die Erfolge der anderen deutschen Spieler unter dem Radar. Es bleibt abzuwarten, ob und wie Zverev seine Leistungen im weiteren Verlauf des Turniers steigern kann und wie sich die deutschen Spieler langfristig auf der internationalen Bühne schlagen werden.