Heute, am 11. März 2025, endet die Frist für Investoren, ihre Angebote für das Internationales Congress Centrum (ICC) in Berlin einzureichen. Laut rbb24 wird die zuständige Wirtschaftsverwaltung jedoch keine Auskunft über die Anzahl der Interessenten geben. Dies wirft Bedenken auf, dass die rechtmäßige Vergabe möglicherweise gefährdet sein könnte.

Der Berliner Senat offeriert das ehemalige Kongresszentrum in Erbbaupacht für 99 Jahre. Die eingereichten Konzepte werden geprüft und auf einige vielversprechende Vorschläge eingeschränkt. Ein internationaler Wettbewerb zur Nutzung des ICC wurde bereits im September 2023 beschlossen, mit dem Ziel, bis Ende 2026 einen Gewinner zu küren und konkrete Angebote bis März 2026 einzuholen.

Neues Nutzungskonzept gefordert

Die Rahmenbedingungen für die Investorensuche haben sich geändert. Anders als in der Vergangenheit steht kein Landesgeld für die Sanierung des ICC zur Verfügung. Zudem gibt es unklare Informationen zur Schadstoffbelastung und den damit verbundenen Sanierungskosten des historischen Gebäudes, das seit 2019 unter Denkmalschutz steht. Der Fokus liegt nun deutlich auf Kunst, Kultur und der Kreativwirtschaft, während Kongressveranstaltungen an Bedeutung verlieren.

Ein zusätzliches Grundstück an der Kreuzung Messedamm/Neue Kantstraße wird angeboten, das für einen Hotel- oder Büro-Neubau genutzt werden kann. Ziel des Senats ist es, ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für den Betrieb des ICC zu entwickeln. Die Nutzung des ICC war in den vergangenen Jahren sporadisch und diente während der Corona-Pandemie sogar als Impfzentrum.

Denkmal-Immobilien und deren Herausforderungen

Das ICC stellt eine bedeutende Denkmal-Immobilie dar. In den letzten Jahren hat das Interesse an solchen historischen Gebäuden zugenommen, da diese nicht nur wertvolles Kulturgut repräsentieren, sondern auch erhebliche steuerliche Vorteile bieten können. So können in Deutschland bis zu 90% der Sanierungskosten über 12 Jahre steuerlich abgeschrieben werden, was eine lukrative Investitionsmöglichkeit darstellt.<> Die Broschüre über Denkmal-Immobilien betont die Wichtigkeit einer gründlichen Marktanalyse sowie die Abstimmung mit Denkmalschutzbehörden, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden.

Investoren müssen auch mit steigenden Sanierungskosten rechnen, die aufgrund der speziellen Auflagen entstehen können. Dennoch ermöglichen besondere Kredite und Förderprogramme für Denkmal-Immobilien eine Finanzierung. Eine umfassende Bestandsaufnahme und präzise Planung ist unerlässlich, um sowohl Kosten als auch Zeit realistisch einzuschätzen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Investition in Denkmal-Immobilien wie das ICC sowohl finanziell als auch ideell lohnend sein kann. Mit der richtigen Vorbereitung und Partnern wird der Einstieg erleichtert, um die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.