Ein schwerer Unfall ereignete sich heute, dem 17. März 2025, an einem Bahnübergang in Limburg. Ein Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) kollidierte mit einem Lkw, der aus bislang ungeklärter Ursache auf den Schienen stehen blieb. Der Regionalzug konnte nicht rechtzeitig bremsen und prallte in den Anhänger des seitlich abgedrängten Fahrzeugs.
Durch den Zusammenstoß, der sich gegen Mittag ereignete, wurden sechs Personen im Zug leicht verletzt. Ingesamt befanden sich 36 Menschen an Bord, als der Unfall geschah. Die Bahnstrecke ist aktuell gesperrt, und es ist mit längeren Ausfällen im Zugverkehr zu rechnen, insbesondere betroffen sind die Regionalbahnlinien RB29 und RB90. Die ersten Meldungen zu dem Vorfall wurden von der hessenschau veröffentlicht.
Erste Reaktionen und Auswirkungen
Die zuständigen Rettungskräfte sind vor Ort, um die Situation zu überprüfen und die Lage zu entspannten. Die genauen Gründe für das Stehenbleiben des Lkw sind noch unklar. In der Vergangenheit gab es bereits viele gefährliche Situationen an Bahnübergängen, die durch technische und organisatorische Maßnahmen verbessert werden könnten. Laut dem DVR ist die Sicherheit an solchen Übergängen ein kritisches Thema, da Unfälle häufig aufgrund von Regelmissachtungen oder unzureichenden Sicherungsmaßnahmen geschehen.
Etwa 30 bis 40 % aller Unfälle mit Personenschäden im Eisenbahnverkehr ereignen sich an Bahnübergängen, wobei häufig nicht ausreichend gesicherte Anlagen betroffen sind. Der Unfall heute in Limburg zeigt eindrucksvoll die Notwendigkeit, die Sicherheitsstandards an Bahnübergängen zu verbessern.
Sicherheitsstandards und Empfehlungen
In Deutschland sind Bahnübergänge in der Regel mit einem Andreaskreuz gekennzeichnet, die Sicherung erfolgt gemäß der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO). Eine Verbesserung der Sicherheit könnte durch den Einsatz von Rotlichtüberwachungsanlagen oder die bauliche Trennung von Fahrbahnen erfolgen. Diese Überlegungen sind für die zuständigen Behörden von zentraler Bedeutung, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen und die Anzahl der Unfälle drastisch zu senken.
Die Fachwelt fordert daher, dass technische Sicherungen an nicht gesicherten Bahnübergängen an erster Stelle stehen sollten. Der heutige Vorfall unterstreicht einmal mehr die Dringlichkeit solcher Maßnahmen. Zunächst bleibt die Bahnstrecke gesperrt, während die Ermittlungen zur Unfallursache beginnen und erste Schadensbewertungen vorgenommen werden.