Am 13. März hat das Hauptzollamt Lörrach zusammen mit 40 weiteren Hauptzollämtern in Deutschland umfassende Prüfungen zur Einhaltung des Mindestlohns durchgeführt. Getestet wurden mehr als 164 Personen in 46 Unternehmen, und die Beamten stießen auf alarmierende Missstände. In der Region Lörrach und Freiburg wurden jeweils ein mutmaßlicher Mindestlohnverstoß festgestellt, während in der Ortenau ganze sieben Verstöße ans Licht kamen.

Darüber hinaus gab es zehn Hinweise auf nicht abgeführte Sozialkassenbeiträge, und zehn ausländische Arbeitnehmer konnten keine gültige Arbeitserlaubnis vorweisen. Besonders besorgniserregend: Fünf Arbeiter stehen unter Verdacht, unrechtmäßig neben ihren Lohnzahlungen auch Sozialleistungen erhalten zu haben. Infolge dieser Ermittlungen wurden bereits zwölf Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren gegen die Betroffenen und deren Arbeitgeber eingeleitet. Die Zollbeamten setzen ihre Untersuchungen fort und lassen keine Möglichkeit aus, illegale Praktiken aufzudecken.