Am 16. März 2025 hat Alexander Kretzschmar, ein parteiloser Bewerber, die Bürgermeister-Stichwahl in Zehdenick (Oberhavel) mit einem klaren Ergebnis gewonnen. Mit 63 Prozent der Stimmen setzte sich Kretzschmar gegen seinen Kontrahenten René Stadtkewitz von der AfD durch, der 37 Prozent erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei über 53 Prozent, was für das notwendige Quorum ausreichte, um die Stichwahl abzuhalten. Zuvor war im ersten Wahlgang am 23. Februar 2025 keine der vier Bewerbungen erfolgreich, denn keiner der Kandidaten erreichte die absolute Mehrheit.

Im ersten Wahldurchgang erhielt Kretzschmar 37,5 Prozent der Stimmen und lag damit nur knapp vor Stadtkewitz, der 37,3 Prozent errang. Neben diesen beiden kandidierten auch Dennis Sucker von der CDU, der 19,2 Prozent erreichte, sowie der Einzelbewerber Stefan Senß mit 5,9 Prozent.

Politischer Hintergrund der Kandidaten

René Stadtkewitz, der den Gegenkandidaten stellte, hat eine vielschichtige politische Karriere hinter sich. Zuvor war er CDU-Abgeordneter in Berlin, brach jedoch im Jahr 2010 mit der Partei. Anschließend gründete er die Partei Die Freiheit, deren Bundesvorsitzender er bis 2013 war. 2024 trat Stadtkewitz der AfD bei, und hätte möglicherweise der einzige hauptamtliche Bürgermeister in Brandenburg werden können, da der derzeitige Bürgermeister von Jüterbog, Arne Raue (AfD), in den Bundestag wechselte. Der vorherige Bürgermeister von Zehdenick, Lucas Halle (SPD), war 2024 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.

Halle hatte 2022 als mit 24 Jahren jüngster hauptamtlicher Bürgermeister in Deutschland von sich reden gemacht. Kretzschmars Sieg stellt eine spannende Entwicklung in der politischen Landschaft der Region dar, die von einem starken Wettbewerb zwischen verschiedenen Parteien und Koalitionen geprägt ist.

Wahlbeteiligung und -verhalten

Die Wahlbeteiligung von 53,7 Prozent in der Stichwahl fiel im Vergleich zum ersten Wahldurchgang, wo sie bei 72,6 Prozent lag, deutlich niedriger aus. Solche Statistiken bieten wertvolle Einblicke in das Wahlverhalten und die Motivation der Wählerschaft, wie das Statistikportal berichtet. Diese Analysen umfassen Aspekte wie die Anzahl der Wählerinnen und Wähler, Stimmenverteilung und das Wahlverhalten in Bezug auf Altersgruppen, Geschlecht und geografische Besonderheiten.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen nicht nur die Präferenzen der Wähler in Zehdenick, sondern auch den Einfluss von politischen Entwicklungen und persönlichen Geschichten der Kandidaten auf die Wählerstimmung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Politik in der Region unter der neuen Führung von Alexander Kretzschmar entwickeln wird. Die nächsten Monate könnten entscheidend sein für die Zukunft der Stadt und ihrer Bürger.