Am 8. Januar 2025 stehen an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm, die sich mit vielfältigen Themen der Forschung und des Bildungsbereichs befassen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist, sofern nicht anders angegeben, frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die erste Veranstaltung, die am Freitag, den 10. Januar, um 15 Uhr beginnt, ist ein Vortrag von Dr. Jan-Malte Placke über schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und aktuelle Therapien. Dieser findet im Auditorium maximum des Universitätsklinikums Essen statt.

Am Montag, den 13. Januar, wird ab 9:45 Uhr die Mini-Konferenz „Albert the Great on Health, Disease, and Disability“ stattfinden, in der Albertus Magnus‘ Ansichten aus dem 13. Jahrhundert diskutiert werden. Auch für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, die bis zum heutigen Tag möglich ist. Weitere Vorträge an diesem Tag umfassen Themen von Prismarene bis hin zu WHO-Seuchenplanung, die sowohl am Campus Essen als auch am Campus Duisburg stattfinden werden.

Vielfältige Themen und Aufbau der Veranstaltungstage

Insgesamt bietet die UDE bis zum 17. Januar eine Vielzahl an Vorträgen und Lesungen. Besonders hervorzuheben ist die Kabinett-Ausstellung „Habitat“ von Joana Schildmacher, die vom 14. Januar bis zum 30. April in der Universitätsbibliothek Essen zu sehen sein wird. Am Dienstag, den 14. Januar, werden weitere Vorträge zu Themen wie systemischer Sklerose, Bildungsaufstieg in der deutschen Literatur und zu sozialen Normen ab 12:15 Uhr angeboten.

Zusätzlich werden am Mittwoch, den 15. Januar, Diskussionen über kulturelle Fragen in der Forschung und Vorträge über die Arbeitsbedingungen in China und Klimasozialpolitik stattfinden. Die Veranstaltungen enden mit einer Lesung von Shida Bazyar über ihren Roman „Drei Kameradinnen“.

Mehrsprachigkeit in der Bildung

Eine der Schlüsseldiskussionen, die im Kontext dieser Veranstaltungen aufkommt, betrifft die Mehrsprachigkeit in der deutschen Bildung. Laut einem Buch von Claudia Maria Riehl, das 2014 veröffentlicht wurde und sich mit dem Thema Mehrsprachigkeit beschäftigt, werden verschiedene Perspektiven der Mehrsprachigkeitsforschung behandelt. Diese schließen soziolinguistische, psycholinguistische und textlinguistische Ansätze ein. Riehls Buch setzt an der Lücke in der Studienliteratur an und bietet empirische Grundlagen, sowie politische und individuelle Perspektiven auf Mehrsprachigkeit.

Die Förderung der sprachlichen Bildung ist entscheidend für den Bildungserfolg in Deutschland, insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Studien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben gezeigt, dass viele Kinder und Jugendliche in Deutschland unzureichende Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen aufweisen. Daher unterstützt das BMBF gezielte Maßnahmen zur Sprachförderung.

Initiativen zur Unterstützung der sprachlichen Bildung

Initiativen wie „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) wurden eingeführt, um die Sprachförderung in Kitas und Schulen zu verbessern. Über 600 Schulen und Kitas haben an dieser Initiative teilgenommen und profitieren von Fortbildungsangeboten sowie einer Datenbank für Diagnostik- und Förderinstrumente. Diese Bemühungen werden bis 2025 mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützt, um Chancengerechtigkeit zu erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die kommenden Veranstaltungen an der UDE nicht nur eine breite Palette an Themen abdecken, sondern auch den wichtigen Diskurs über Mehrsprachigkeit und die sprachliche Bildung in Deutschland fördern.