Am Hauptstadtflughafen BER kam es am 5. Januar 2025 zu erheblichen Störungen im Flugverkehr, bedingt durch winterliche Wetterbedingungen. Rund 20 Flüge fielen aus, da Maschinen an anderen europäischen Flughäfen teilweise nicht starten konnten. Der BER beschloss, die Zahl der Landungen vorsorglich auf 20 pro Stunde zu begrenzen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Theoretisch wären bis zu 40 Landungen pro Stunde möglich, jedoch waren die Airlines selbst für die Entscheidung über die Durchführung ihrer Flüge verantwortlich. Passagiere wurden geraten, sich direkt bei den Fluggesellschaften über ihren Status zu informieren, während der Flugbetrieb weitgehend normal ablief.

Die winterlichen Bedingungen führten nicht nur zu Flugausfällen, sondern auch zu technischen Problemen bei den Grenzkontrollen. Ein Technikausfall an den Grenzkontrollen verursachte Verzögerungen, die sich auf die Flugpläne auswirkten. Am Freitagabend wurden aufgrund von starkem Glatteis keine Landungen mehr zugelassen, was zur Streichung von insgesamt 30 Flügen führte. Davon wurden 15 Flüge nach Hamburg, Hannover und Leipzig umgeleitet und weitere 15 Flüge gestrichen, ohne dass sie zum BER starten konnten. Bis zum Samstagmittag mussten 17 Abflüge gestrichen werden, da Maschinen am Vorabend nicht landen konnten. Laut aero.de gab es aber keine weiteren Einschränkungen in den alltäglichen Abläufen am Samstag.

Einflüsse der Winterbedingungen auf die Luftfahrt

Die winterlichen Wetterbedingungen, die Flughäfen in Deutschland beeinflussen, sind keine Seltenheit. Im Januar 2023 führten ähnliche winterliche Herausforderungen in Europa, einschließlich starkem Schneefall und Eisbildung, zu Betriebsunterbrechungen an großen Flughäfen wie Frankfurt und Oslo. Faktoren wie die Haftung der Flugzeugräder auf der Landebahn können durch plötzliche Schneeregenbildung negativ beeinflusst werden, was zusätzliche Risiken für den Flugbetrieb darstellt. Laut madeinvilnius.lt ist die Planung für die Wintermonate an Flughäfen entscheidend, um solche Störungen zu minimieren.

Die Flughäfen sind gezwungen, im Vorfeld der Wintersaison umfangreiche Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehören nicht nur Inspektionen der Ausrüstung, sondern auch die Schulung des Personals für den Betrieb unter winterlichen Bedingungen. Technologien zur Echtzeiteinschätzung der äußeren Bedingungen sind mittlerweile an vielen Flughäfen im Einsatz, um die Haftung der Fahrbahn zu überwachen und präventive Maßnahmen zur Eisbildung zu ergreifen. Die Schneeräumung erfolgt sofort mit dem ersten Schneefall, und spezielle Maschinen sorgen dafür, dass der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden kann.

Obwohl die Herausforderungen groß sind, bleibt der Flugbetrieb nach solchen Störungen oft schnell wieder normal. Dennoch ist es für Passagiere wichtig, sich über die aktuellen Wetterbedingungen und mögliche Flugänderungen auf dem Laufenden zu halten, um Reiseverzögerungen zu vermeiden.