In Berlin sind die Kosten für WG-Zimmer seit geraumer Zeit stabil, doch der Preis bleibt weiterhin hoch. Eine aktuelle Studie berichtet, dass der durchschnittliche Mietpreis für ein WG-Zimmer in der Hauptstadt bei 650 Euro liegt (Tagesspiegel). Besonders teuer ist Berlin im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands, während für Studierende in Brandenburg ein rückläufiger Trend bei den Mietpreisen zu beobachten ist. Dort liegt der durchschnittliche Preis für ein WG-Zimmer aktuell bei 466 Euro, was einen Rückgang im Vergleich zu 522 Euro vor einem halben Jahr darstellt.

Die Studie berücksichtigte 8.800 Angebote auf der Plattform WG-gesucht.de und fokussierte sich auf Hochschulstandorte mit mindestens 5.000 Studierenden. In Deutschland stellt Berlin die höchste Preisklasse dar, wobei München mit einem Durchschnittspreis von 800 Euro die Spitzenposition einnimmt, gefolgt von Frankfurt am Main mit 665 Euro und Hamburg mit Preisen von über 550 Euro. Das macht Berlin deutlich günstiger als München, wo WG-Zimmer im Schnitt 720 Euro kosten, was die Mietkosten für Studierende weiter unter Druck setzt (Studis Online).

Mietpreise im deutschlandweiten Vergleich

Der deutschlandweite Durchschnitt für WG-Zimmer liegt bei 458 Euro, wobei im Wintersemester 2023/2024 bereits 472 Euro verzeichnet wurden. In den vergangenen Monaten sind die Preisanstiege nicht zu übersehen, mit einem Anstieg von etwa 14 Euro in diesem Jahr. Diese Entwicklung belastet insbesondere die Studierenden, die oftmals mit einer BAföG-Wohnpauschale von 360 Euro auskommen müssen und in 72 Städten Schwierigkeiten haben, bezahlbare Wohnlösungen zu finden. Vorausgesetzt, dass die Prognosen stimmen, werden die Mietpreise für das kommende Wintersemester voraussichtlich weiterhin steigen.

Insgesamt ermöglichen nur 23 Städte in Deutschland, WG-Zimmer innerhalb der BAföG-Wohnpauschale zu finden. Beispiele hierfür sind Chemnitz mit 265 Euro, Hildesheim mit 365 Euro, und Erfurt mit 370 Euro. Die Unmöglichkeiten für Studierende, insbesondere in großen Städten wie Berlin und Potsdam, ein Zimmer im geforderten Preisrahmen zu finden, bestätigen die prekäre Wohnsituationen vieler junger Menschen.

Die Steigerung der Mietpreise in Großstädten passiert nicht im Einklang mit der Schaffung neuer Wohnheimplätze, die nur langsam an die steigenden Studierendenzahlen angepasst werden können. Diese Diskrepanz sorgt für ein Mangel an bezahlbaren Wohnraum und erhöht den Druck auf die Studierenden, die in dieser finanziellen Situation einen geeigneten Platz suchen müssen.