In Deutschland und anderen europäischen Ländern werden seit einigen Monaten vermehrt schwere neurologische Symptome bei Hunden beobachtet. Zu den Hauptsymptomen gehören anhaltendes Jaulen und Bellen, plötzliche Panikattacken sowie unkontrollierte Bewegungen. In schweren Fällen können sogar epileptische Anfälle auftreten. Vermutet wird eine Vergiftung durch unbekannte Toxine, die in bestimmten Rinder-Kauknochen zu finden sind. Diese Problematik ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Staaten relevant, mit Berichten über neue Fälle aus Frankreich. Insbesondere die niederländische Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde warnte vor Kauknochen der Marke „Barkoo“, die auch in Deutschland erhältlich sind und über Zooplus vertrieben werden. Laut den Experten könnten auch andere Produkte betroffen sein.

Die Symptome der Hunde, die seit Ende August 2023 auftreten, haben eine breite Diskussion ausgelöst. In Finnland, den Niederlanden und Dänemark wurden bereits Rückrufe für bestimmte Produkte veranlasst. So rief der Hersteller Chrisco in Dänemark Kauprodukte zurück, nachdem bei Tieren auffällige Verhaltensänderungen festgestellt wurden. Neurologische Abklärungen sind bei den betroffenen Hunden notwendig, um andere mögliche Ursachen wie Schlaganfälle oder Hirntumoren auszuschließen.

Erkrankungen und Rückrufe

Besonders besorgniserregend ist, dass auch der Verlauf der Erkrankung bei betroffenen Hunden nicht tödlich ist, die Symptome jedoch nach einigen Tagen bis Wochen wieder abklingen können, solange die Hunde ärztlich betreut werden. In einigen Fällen wurden Hunde jedoch aus Sicherheitsgründen oder wegen ihrer starken Symptome eingeschläfert. Eine intensive Studie zu den Symptomen wurde bereits von der Tierärztlichen Hochschule Hannover in Zusammenarbeit mit der LMU München initiiert, um den Ursachen, der Häufigkeit und den möglichen Toxinen auf den Grund zu gehen. Betroffene Hundebesitzer sind eingeladen, an dieser Datenerhebung teilzunehmen.

Produkte, die derzeit auf der „Liste der Verdächtigen“ stehen, sind die Barkoo-Kaustangen mit einer Länge von 29 cm und die Kauknochen mit einer Länge von 11 cm. Diese Artikel werden in spezifischen Verpackungen verkauft, die Barkoo Kauknochen, geknotet natur 11 cm, sind in Beuteln à 150 g erhältlich, und die Barkoo Kaustangen Käse natur 29 cm in Beuteln à 570 g. Die Herstelleradresse lautet Matina GmbH, München. Hundebesitzern wird dringend geraten, diese Produkte nicht mehr an ihre Hunde zu verfüttern und sicher zu entsorgen.

Gefahren durch Hunde-Kauknochen

Die Zunahme neurologischer Erkrankungen bei Hunden wird zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Symptome deuten häufig auf mögliche Vergiftungen hin, wobei Kauknochen als Hauptverdächtiger identifiziert wurden. Diese beliebte Belohnung für Hunde, die gleichzeitig zur Zahnpflege dienen soll, kann gefährliche Chemikalien und Schwermetalle enthalten, insbesondere wenn sie aus Ländern mit niedrigen Produktionsstandards stammen. Zu diesen Verunreinigungen zählen chemische Konservierungsstoffe und Pestizide, die bei Hunden schwere Vergiftungserscheinungen auslösen können.

Zu den Anzeichen einer Vergiftung zählen Zittern, Krämpfe, Desorientierung und übermäßige Aggression. In schweren Fällen können auch Atemlähmungen und Herzstillstand auftreten. Erste Hilfe sollte sofort eingeleitet werden, indem Kauknochen umgehend entfernt und ein Tierarzt konsultiert wird. Es wird empfohlen, die Herkunft der Kauknochen zu überprüfen und auf Zertifizierungen zu achten, um das Risiko einer Vergiftung so gering wie möglich zu halten.

Die Berichte über gesundheitsschädliche Stoffe in Hundespielzeugen aus Billiglohnländern verstärken die Dringlichkeit, schadstofffreie Produkte zu wählen. Die Risiken, die mit der Verwendung von Kauknochen verbunden sind, verdeutlichen die Notwendigkeit regelmäßiger tierärztlicher Kontrollen und einer ausgewogenen Zahnpflege. Für Hundebesitzer ist es wichtig, sorgfältig auszuwählen, welche Kauartikel sie verwenden und ihre Tiere beim Kauen zu beobachten, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.