Am 27. Februar 2025 läutet Weiberfastnacht in Köln den Straßenkarneval ein. Der offizielle Startschuss fiel um 11:11 Uhr. Trotz der festlichen Stimmung bleibt die Sicherheitslage angespannt. Auf der Plattform X wünscht der Evangelische Kirchenverband Köln allen einen „unvergesslichen Wieverfastelovend“. Die Kölner Verkehrs-Betriebe reagierten auf die Feierlichkeiten mit Anpassungen im Fahrplan: Die Haltestelle Rathaus ist seit 7 Uhr gesperrt, und der Heumarkt wird bei Überfüllung ebenfalls geschlossen. Die Linie 9 fährt nicht wie gewohnt über die Zülpicher Straße, die abgeriegelt ist.
Der Wetterbericht für den Tag meldet, dass der Regen aufgehört hat und die Sonne für den Vormittag prognostiziert wird, allerdings ist ab dem Nachmittag mit Niederschlägen zu rechnen. Auch betroffen ist der Kinderflohmarkt am Rosenmontag in Nürnberg, der aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt wurde. Die Polizei Köln schildert die Lage als „angespannt“ und hat bereits eine umfassende Einsatzplanung für den Straßenkarneval abgeschlossen.
Sicherheitsvorkehrungen für den Straßenkarneval
In Anbetracht der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, die auf die jüngsten Anschläge in Deutschland folgen, wurde der Straßenkarneval von Beginn an unter besonderem Augenmerk gestellt. Vor den Feierlichkeiten haben Islamisten in sozialen Netzwerken zu Anschlägen aufgerufen, was zusätzliche Besorgnis ausgelöst hat. Das Bundeskriminalamt (BKA) bezeichnete diese Aufrufe jedoch als „Propagandaveröffentlichungen“ und sieht keine konkrete Gefährdung. Dennoch wird die Sicherheitslage als „angespannter als in den Vorjahren“ eingeschätzt.
Rund 1.500 zusätzliche Polizeibeamte sind im Einsatz, insgesamt 9.900 Polizisten in Nordrhein-Westfalen. Die Straßen rund um die Altstadt, wo die Feierlichkeiten besonders stark besucht sind, werden zwischen 6 und 8 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Ab 8 Uhr ist zudem die Deutzer Brücke in Richtung Innenstadt geschlossen. Auf der Zülpicher Straße und angrenzenden Bereichen gilt vom 27. Februar bis 4. März ein Halteverbot, um die Anreise der Feiernden zu regeln.
Vorschriften und Maßnahmen während des Karnevals
Die Stadt hat zudem Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit während der Feierlichkeiten zu gewährleisten. In vielen Bereichen sind Glasblaschen und Gläser verboten, bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 60 Euro. Um den Fokus auf die Sicherheit zu legen, wird die Polizei besonders auf Messer achten und führt verdachtsunabhängige Kontrollen durch.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz der Kölner Synagoge, die sich in unmittelbarer Nähe zur Feierzone am Zülpicher Platz befindet. Der Zugang für Gläubige soll jederzeit gewährleistet sein. Fast ganz Köln wurde zur Waffenverbotszone erklärt, die bereits seit der Sessionseröffnung am 11. November gilt. Der Pressesprecher der Kölner Polizei, Sascha Wallmeroth, stellt klar, dass der Personalansatz für die Karnevalszeit zwar noch nicht endgültig festgelegt ist, die Polizei jedoch an Weiberfastnacht und Rosenmontag mit jeweils mehr als 1.000 Beamten deutlich präsent sein wird.
Die diesjährigen Feierlichkeiten versprechen dennoch eine bunte und lebendige Atmosphäre, und Innenminister Herbert Reul ermutigte die Menschen, den Karneval zu feiern und die Tage zu genießen, trotz der Herausforderungen, die die Sicherheitslage mit sich bringt. Der Straßenkarneval in Köln bleibt ein beliebtes Ereignis, das auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher aus der Region und darüber hinaus anzieht.
Die aktuelle Berichterstattung zu den Feierlichkeiten wird über einen Liveticker bereitgestellt, der über alle relevanten Ereignisse informiert, um sowohl Sicherheit als auch Aufregung der Karnevalstage aufrechtzuerhalten.