Die Gemeinde Waldstetten hat einen bedeutenden Schritt in die digitale Zukunft unternommen, indem sie ein neues Glasfasernetz in Betrieb genommen hat. Diese feierliche Inbetriebnahme fand am Bezirksamt in Wißgoldingen statt. Laut Remszeitung betonte Bürgermeister Michael Rembold die hohe Bedeutung dieses Ausbaus für die digitale Zukunft der Gemeinde. Dieses Projekt ist Teil des Förderprogramms „Weiße Flecken“, das darauf abzielt, Glasfaseranbindungen in unterversorgte Gebiete zu bringen.
Die Bauarbeiten, die am 3. Juni 2022 mit einem offiziellen Spatenstich begannen, dauerten 32 Monate und umfassten den Bau von rund 15,2 Kilometern Glasfasertrassen. Insgesamt wurden 137 Gebäude, darunter drei Schulen, an das Netz angeschlossen. Demokratische Grundlagen für derartige Projekte in Deutschland sind in den Zielen der Bundesregierung verankert, die bis 2030 eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser anstrebt (Bundesregierung).
Finanzierung und Unterstützung
Das gesamte Projekt hatte Kosten von rund 4,6 Millionen Euro, was es zur größten Einzelinvestition in der Geschichte der Gemeinde macht. Beeindruckende 90 Prozent der Kosten wurden durch Fördermittel des Bundes und des Landes getragen. Die Gemeinde selbst trug einen Eigenanteil von etwa 465.000 Euro. Partner wie PWC, „Infratech Bau“ GmbH und „Seim & Partner“ waren an der Umsetzung des Projektes beteiligt.
Die Gigabitförderung 2.0, die auch als Teil des Lückenschluss-Pilotprogramms fungiert, fördert gezielt Gebiete, in denen ein wirtschaftlicher Ausbau nicht möglich ist. Antragsberechtigt sind neben Kommunen auch Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft. Diese Förderprogramme wurden von dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr ins Leben gerufen, um das Ziel einer flächendeckenden Versorgungsqualität zu erreichen (BMVI).
Vorteile für die Bürger
Bürger und Unternehmen in Waldstetten profitieren potenziell von einer verbesserten Internetanbindung. Dies ist besonders relevant in Zeiten, in denen Homeoffice und Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielen. Jörg Wylegalla von PWC und der technische Leiter Werner Riek vom Landratsamt Ostalb hoben die Fortschritte im Gigabitausbau und die nachhaltigen Vorteile für die Region hervor.
Die Umstellung auf ein modernes Glasfasernetz ermöglicht nicht nur schnellere Internetverbindungen, sondern unterstützt auch die allgemeine Lebensqualität in ländlichen Gebieten. Umfragen zeigen, dass viele Hauseigentümer an einem Hausanschluss interessiert sind, weil sie von langsamen Internetverbindungen frustriert sind. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, insbesondere weil sie die Wettbewerbsfähigkeit von ländlichen Gemeinden steigert und den Zugang zu digitalen Dienstleistungen verbessert (Bundesregierung).
Insgesamt stellt die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Waldstetten einen bedeutenden Fortschritt für die Gemeinde dar, der nicht nur die digitale Infrastruktur stärkt, sondern auch Perspektiven für die zukünftige Entwicklung eröffnet.