Am Montag, dem 11. März 2025, wurde in Wildeshausen ein 24-jähriger VW-Fahrer von der Polizei angehalten. Die Kontrolle fand gegen 15:20 Uhr statt, als die Beamten bemerkten, dass er sein Fahrzeug mit einem Schraubendreher anstelle eines Schlüssels startete. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß und zudem verdächtigt wurde, unter Drogeneinfluss zu stehen. Die amtlichen Kennzeichen des Fahrzeugs galten ebenfalls als entwendet, während das Auto selbst nicht ordnungsgemäß zugelassen, nicht versichert und nicht versteuert war.

Die Polizei führte eine eingehende Überprüfung der Fahrzeugidentifikationsnummer durch, die den Verdacht nährte, dass das Fahrzeug möglicherweise gestohlen worden war. Die Maßnahmen endeten mit einer Blutprobe für den Fahrer und der Beschlagnahme des Fahrzeugs. Ein Ermittlungsverfahren wurde gegen ihn eingeleitet, wie Kreiszeitung.de berichtet.

Drogeneinfluss im Straßenverkehr

Ein verstärktes Augenmerk auf den Einfluss von Drogen im Straßenverkehr ist in den letzten Jahren zu beobachten. So führte beispielsweise die Berliner Polizei kürzlich gezielte Kontrollen durch, um Autofahrer auf Rauschgiftkonsum zu überprüfen. Am Donnerstag wurden im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 195 Fahrzeuge kontrolliert, wobei zehn Fahrer unter dem Einfluss von Drogen standen und nicht weiterfahren durften. Auch für diese Kontrollen wurden spezielle Hilfsmittel, wie Plastikbecher für Urintests, eingesetzt, sowie ein aufstellbares Toilettenhäuschen zur Entnahme von Urinproben. Diese Maßnahmen spiegeln die zunehmende Dringlichkeit wider, Drogenfahrten zu bekämpfen, wie RBB24.de berichtet.

Laut Informationen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) steigt die Anzahl der Drogenfahrten in Deutschland seit dem Jahr 2000 stetig an. Im Jahr 2021 wurden rund 36.882 Drogenfahrten registriert. Diese Zunahme ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, einschließlich gesetzlicher Veränderungen, verbesserter Drogenerkennung durch Polizeibeamte und Fortschritte in Drogenschnelltests und Laboranalytik. Vor 1990 wurden Fahrten unter Einfluss von Drogen nur bei nachgewiesener Fahruntüchtigkeit geahndet. Inzwischen ermöglichen neue Regelungen einen direkteren Umgang mit solchen Verkehrsteilnehmern.

Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen

Eine Studie des DVR zeigt, dass Drogenkonsum im Straßenverkehr schwerer zu erkennen ist als Alkohol. Dennoch gab es im Jahr 2021 mehr als 90.000 medizinisch-psychologische Untersuchungen, die häufig im Zusammenhang mit Drogenkonsum standen. Ein erheblicher Anstieg der positiven Tests und der daraus resultierenden Fahrerlaubnisentziehungen macht deutlich, wie wichtig gezielte Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Polizei und Öffentlichkeit sind. Die Dunkelziffer unentdeckter Drogenfahrten könnte zudem sehr hoch sein: 29 % der befragten Gymnasiasten und Diskothekenbesucher gaben an, unter Einfluss von Drogen gefahren zu sein.

Insgesamt wird durch die Ereignisse in Wildeshausen und die fortlaufenden Kontrollen in anderen Städten deutlich, dass die Polizei konsequent gegen Drogenkonsum im Straßenverkehr vorgeht, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.