In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist der Anteil der verheirateten Erwachsenen seit 1970 stark gesunken. Wie dewezet.de berichtet, lag der Anteil verheirateter Personen über 18 Jahren im Jahr 2022 bei 51,5 %. Im Vergleich dazu betrug dieser Wert im Jahr 1970 noch 70,2 %. Dies stellt einen signifikanten Rückgang dar und spiegelt die veränderten gesellschaftlichen Normen und Lebensformen wider.
Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 lebten in NRW knapp 7,7 Millionen verheiratete Menschen. Dieser Rückgang der Ehen hat regionale Unterschiede, die besonders in ländlichen und städtischen Gegenden bemerkbar sind. So waren beispielsweise in Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis 62 % der Erwachsenen verheiratet, während in Aachen nur 37,8 % diesen Status aufwiesen.
Veränderung in der Gesellschaft
Eine weiteres auffälliges Merkmal ist der Anstieg der ledigen Personen über 18 Jahre. Diese machten im Jahr 2022 bereits 29,5 % der Bevölkerung aus, verglichen mit nur 16,2 % im Jahr 1970. Gleichzeitig beträgt die Zahl der geschiedenen Personen in NRW rund 1,4 Millionen, was 9,3 % entspricht. Im Jahr 1970 lag diese Zahl nur bei etwa 273.000 Geschiedenen, was lediglich 2,2 % ausmachte.
Die Daten zur Eheschließung sind das Ergebnis einer Vollerhebung bei den nordrhein-westfälischen Standesämtern, wie statistik.nrw feststellt. Die Erhebung erfasst alle standesamtlichen Eheschließungen sowie Eheschließungen von nordrhein-westfälischen Personen im Ausland, die nachbeurkundet wurden. Hierbei werden verschiedene Merkmale der Eheschließenden, wie Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Wohnort, detailliert erfasst.
Gesellschaftliche Trends und Ausblick
Die Analyse dieser Daten zeigt, dass sich die institutionelle Ehe und die damit verbundenen gesellschaftlichen Strukturen im Verlauf der letzten Jahrzehnte stark verändert haben. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Trends in Zukunft entwickeln werden. Die Ergebnisse geben auch Aufschluss über die demografischen Veränderungen in NRW.
Für weitere Informationen über Eheschließungen und Lebenspartnerschaften in Deutschland bietet das Statistische Bundesamt umfassende Daten und Statistiken an.