Am Donnerstag, dem 7. März 2025, brach ein verheerender Waldbrand am Sonnenberg im Südtiroler Vinschgau aus. Der Brand ereignete sich gegen 12.30 Uhr auf den Berghängen oberhalb der Gemeinden Latsch und Kastelbell. Eine massive Rauchwolke zog vom Brandherd bis über die Zugspitze, was auf die Dramatik der Situation hinweist. Hunderte Einsatzkräfte sind mobilisiert, um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern, während die Lage weiterhin angespannt ist und der Brand am Abend nicht unter Kontrolle war.

Erste Informationen deuten darauf hin, dass ein brennendes Fahrzeug die Ursache des Feuers sein könnte. Infolge der gefährlichen Lage mussten mehrere Häuser evakuiert werden. Hubschrauber kamen zum Einsatz, um rund 60 Personen, vornehmlich Frauen und Kinder, ins Tal zu bringen. Die Feuerwehr in der Region wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Es gab Berichte über neun Verletzte, von denen vier ins Krankenhaus transportiert werden mussten.

Evakuierung und Löscharbeiten

Zur Bekämpfung des Feuers wurden vier Hubschrauber sowie ein Mehrzweckhelikopter Super Puma eingesetzt, der über einen Löschwasserbehälter mit einem Volumen von 4000 Litern verfügt. Die Löscharbeiten mussten jedoch bei Einbruch der Dunkelheit eingestellt werden. In den Nachtstunden wurden die Einsatzkräfte auf ein Minimum reduziert. Besonders starker Wind erschwerte die Situation, indem er die Flammen und den Rauch weitertrieb, sodass die Rauchwolke bis nach Nordtirol und Deutschland sichtbar war.

Die Behörden in Tirol raten der Bevölkerung, bei Rauchgeruch oder eingeschränkter Sicht Fenster und Türen geschlossen zu halten, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers haben bereits begonnen. Es ist bekannt, dass rund 77 Prozent der Waldbrände aus ungeklärten Ursachen entstehen. Darüber hinaus verursachte Fahrlässigkeit etwa 14 Prozent der Brandfälle, wobei mehr als die Hälfte dieser Brände von der Allgemeinheit, wie Campern oder Waldbesuchern, ausgelöst wurden berichtete das BMEL.

Gesamtlage und Ausblick

Im Moment bleibt die Lage vor Ort kritisch, und mehrere Löschhubschrauber sind erneut im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Die Einsatzkräfte und die Bevölkerung hoffen auf eine Beruhigung der Wetterbedingungen, um die Löscharbeiten zu erleichtern. Wie die Situation weiter verfolgt wird, bleibt abzuwarten. Die Organisationen und Behörden kümmern sich um die betroffenen Anwohner und unterstützen sie in der schweren Zeit.

Für weitere Informationen zur Waldbrandsituation in der Region, den bisherigen Einsätzen und der Vorbeugung gegen Waldbrände können interessierte Bürger auf den Artikel von tirol.orf.at zurückgreifen.