Im Rahmen einer bemerkenswerten „State of the Union“-Rede am 5. März 2025 stellte sich Donald Trump den Herausforderungen und der aktuellen Situation in der Ukraine. Laut fr.de war die Ansprache die längste in der Geschichte moderner US-Präsidenten vor dem Kongress. Trump nahm in seiner Rede einen konfrontativen Kurs ein und stellte klar: „Wir haben gerade erst begonnen.“ Dennoch äußerte er versöhnliche Töne gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und würdigte dessen Bereitschaft zu Friedensverhandlungen.

Selenskyj hatte in einem Brief an Trump seine Dankbarkeit für die US-Hilfe im Ukraine-Krieg betont. Trump zitierte Passagen aus diesem Brief und erklärte, er wisse die Bereitschaft Selenskyjs zu schätzen. Der ukrainische Präsident hatte jedoch auch vor dem US-Kongress erneut darauf hingewiesen, dass Russland eine ernsthafte Bedrohung darstellt und forderte von den USA Sicherheitsgarantien.

Stopp der Militärhilfen

Vor der entscheidenden Rede wurde bekannt, dass die US-Regierung unter Trump beschloss, die Militärhilfen für die Ukraine vorerst einzustellen. Dies geschah mit dem Ziel, Druck auf Selenskyj auszuüben, um Friedensverhandlungen zu initiieren, wie zeit.de berichtet. Der Umfang der gestoppten Lieferungen ist derzeit unbekannt, betrifft jedoch alle US-Ausrüstungen, die sich nicht bereits in der Ukraine befinden.

Zuletzt waren unter anderem Munition für HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, Panzerabwehrwaffen und Artilleriegranaten in der Auslieferung. Die Entscheidung, die Hilfen auszusetzen, könnte schwerwiegende Folgen haben, insbesondere im Hinblick auf die Luftverteidigung und die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte im aktuellen Konflikt. Experten warnen, dass die Ausbleibenden Hilfen zivilen Opfer durch russische Angriffe erhöhen könnten.

US-Hilfen und europäische Reaktionen

Die US-Hilfen waren seit Kriegsbeginn 2022 bereits erheblich angehoben worden; der US-Kongress bewilligte insgesamt 174 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Ukraine. Laut tagesschau.de sind etwa 30% der Waffen und Technik der ukrainischen Armee aus den USA. Der anhaltende Stopp wird auch die Luftverteidigung der Ukraine, einschließlich des entscheidenden „Patriot“-Systems, stark beeinträchtigen.

Während die USA zögern, in die Konfliktsituation einzugreifen, zeigen europäische Staaten wie Deutschland und Großbritannien anhaltendes Engagement für die Ukraine. Die EU plant einen Verteidigungsfonds von 150 Milliarden Euro, um die Verteidigungsinvestitionen zu erhöhen, auch wenn Widerstand von Ländern wie Ungarn und der Slowakei gemeldet wird.

Angesichts der unklaren Lage bleibt die internationale Gemeinschaft gespannt, wie sich die Beziehungen und die militärische Unterstützung in den kommenden Monaten entwickeln werden. Die Politische Entschlossenheit in Europa wird als entscheidend angesehen, um einen effektiven Schutz der Ukraine zu gewährleisten und mögliche militärische Eskalationen zu verhindern.