Ein tragisches Ereignis hat die Familie und Freunde von Kay Timm aus Rellingen erschüttert, der während eines Fluges nach Südafrika am 12. November 2023 an einer Lungenembolie verstarb. Timm, ein 61-jähriger Mitarbeiter der Lebenshilfe im Kreis Pinneberg, war mit seiner 57-jährigen Frau Tatjana Hoenig unterwegs, als das Unglück geschah. Der Vorfall ereignete sich direkt nach einem Besuch der Bordtoilette. Alle Versuche, Timm im Flugzeug wiederzubeleben, blieben erfolglos, was die Situation für seine Frau umso tragischer machte.

Nach der Landung in Johannesburg sah sich Tatjana Hoenig einer weiteren Belastung gegenüber. Ihr Handgepäck mit persönlichen Gegenständen ihres verstorbenen Mannes wurde gestohlen. Die südafrikanischen Behörden ordneten eine Obduktion an, bevor die Urne mit der Asche ihres Mannes am 28. Dezember nach Deutschland überführt werden konnte. Tatjana Hoenig, die intensiv um einen Rückflug kämpfte, stieß auf bürokratische Hürden, die ihren Stress nur weiter erhöhten.

Spendenaktion zur Unterstützung der Witwe

Inmitten dieser schweren Zeit haben Arbeitskollegen von Tatjana Hoenig eine Spendenaktion auf GoFundMe ins Leben gerufen, um der Witwe zu helfen. Das ursprüngliche Ziel von 30.000 Euro soll dazu dienen, die finanziellen Belastungen der Beerdigung zu mindern. Bisher konnten bereits rund 8.000 Euro gesammelt werden, was zeigt, dass die Gemeinschaft hinter Tatjana Hoenig steht und sie in dieser schwierigen Zeit unterstützen möchte.

Die Bedeutung einer rechtzeitigen medizinischen Beratung, insbesondere bei Flugreisen, kann hier nicht genug betont werden. Eine Lungenembolie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die potenziell schwerwiegende Folgen hat. Insbesondere bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Lungenembolien sollte die Entscheidung zu fliegen sorgfältig mit einem Arzt abgewogen werden. Die Risikofaktoren während eines Fluges, wie der niedrigere Luftdruck und langes Sitzen, können das Risiko für Rückfälle erhöhen, wie in Medpertise aufgeführt. Regelmäßige Bewegung, das Tragen von Kompressionsstrümpfen und das Vorziehen von Kurzstreckenflügen sind wichtige Maßnahmen zur Minimierung des Risikos.

Die Geschichte von Kay Timm und Tatjana Hoenig, die seit 21 Jahren ein Paar waren, bildet einen eindringlichen Hintergrund für die Diskussion über die gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit Flugreisen, insbesondere für ältere Menschen oder solche mit bekannten Vorerkrankungen. Ihre tragischen Erfahrungen sind nicht nur eine Warnung, sondern auch ein Aufruf, besser auf die eigene Gesundheit zu achten und die Hilfe der Gemeinschaft in schweren Zeiten in Anspruch zu nehmen.