Am 6. März 2025 ereignete sich ein tragisches Unglück in Belgien, als eine Autobahnbrücke an der E42 bei La Louvière, in der Nähe von Mons, einstürzte. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben und zwei weitere Personen erlitten Verletzungen. Das Unglück geschah während Bauarbeiten, da die Brücke bereits für den Verkehr gesperrt war und abgerissen werden sollte. Bei dem Einsturz waren etwa 13 Personen auf der Baustelle anwesend, berichten die Rettungskräfte. Zunächst war von vier Verletzten die Rede, doch die Anzahl stieg später auf fünf. Ein schwerverletzter Arbeiter wurde aus dem Kanal geborgen, erlag jedoch später seinen Verletzungen, wie t-online.de berichtet.

Der Bürgermeister von La Louvière, Jacques Gobert (PS), äußerte sich besorgt über die Lage und bestätigte, dass die Anzahl der Verletzten unklar war, als die Rettungsdienste vor Ort waren. Eine Person musste gar von einem Notarzt reanimiert werden. Zudem stürzten mehrere Baumaschinen, darunter Bagger, in den darunterliegenden Kanal. Einige dieser Fahrzeuge landeten auf einem leeren Binnenschiff, auf dem sich ebenfalls Verletzte befanden. Aufgrund der schweren Schäden ist der Verkehr auf der E42 nun auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Auch der Schiffsverkehr am Canal du Centre wurde eingestellt. Dieser Kanal ist durch seine vier hydraulischen Schiffshebewerke bekannt, die 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden, erläutert vrt.be.

Arbeitsunfälle auf Baustellen

Das Unglück in La Louvière wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren, die in der Bauindustrie lauern. Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland über 700.000 Arbeitsunfälle, wobei die Baubranche die höchste Rate an tödlichen Unfällen aufweist. Statistiken zeigen, dass mehr als 14 % aller Arbeitsunfälle auf Baustellen geschehen, was bedeutet, dass jeder siebte Arbeitsunfall dort stattfindet. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass tödliche Unfälle häufig durch Abstürze verursacht werden, die 43 % der Fälle ausmachen, so Informationen von iag-mainz.de.

Auf Baustellen sind die häufigsten Ursachen für Unfälle Kontakt mit Gegenständen, Aufprallen und Erfasstwerden durch bewegte Maschinen. Trotz Verbesserungen in der Arbeitssicherheit, die von einem Rückgang der Unfallzahlen zeugen, bleibt die Baubranche ein Risikobereich. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, technische Maßnahmen wie sichere Arbeitsmittel und organisatorische Maßnahmen wie die Schulung des Personals zu implementieren. Diese Präventionsstrategien können helfen, die Verletzungshäufigkeit zu reduzieren und Unfälle zu vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle, obwohl sie nicht alle Unfälle verhindern kann.