Die Vorbereitungen für die Wahl der 87. Pfälzischen Weinkönigin laufen auf Hochtouren. Heute wurde die Ausschreibung dafür veröffentlicht, und es gibt erste Anzeichen für eine mögliche Lösung bezüglich der Zukunft des Amtes. In den vergangenen Monaten hatte es heftige Diskussionen zur Modernisierung des Amtes gegeben, die nicht ohne Widerstand blieben. Die Rheinpfalz berichtet, dass die Pfalzwein-Werbung zunächst plante, die Krone abzuschaffen und den Titel zu ändern, was zu einem Eklat in der Branche führte.
Der Oberbürgermeister von Neustadt, Marc Weigel, setzte sich entschieden gegen diese Änderungen zur Wehr und wies darauf hin, dass eine Öffnung des Amtes für Männer die Tradition brechen würde. Nach intensiven Gesprächen einigte man sich darauf, dass Frauen weiterhin die Titel „Weinkönigin“ und „Weinprinzessin“ tragen, während männliche Kandidaten den Titel „Weinhoheit“ erhalten, jedoch ohne Krone. Diese Regelung spiegelt die große Bedeutung der Traditionen im Weinanbaugebiet Pfalz wider, die bis ins Jahr 1931 zurückreicht, als die erste Weinkönigin, Ruth Bachrodt, gewählt wurde, weil man sie als das hübscheste Mädchen unter den Zuschauern befand so die Wikipedia.
Tradition und Zukunft
Die Wahl der Pfälzischen Weinkönigin findet traditionell im Rahmen des Deutschen Weinlesefestes in Neustadt an der Weinstraße statt, wo die Repräsentantin des deutschen Weinanbaugebiets Pfalz gewählt wird. Seit 2024 sind auch Männer zur Wahl zugelassen, was den Titel „Weinhoheit“ hervorbrachte. Die Wahl für die kommende Weinkönigin wird am 2. Oktober im Neustadter Saalbau stattfinden. Boris Kranz, der Vorsitzende der Pfalzwein-Werbung, bestätigte, dass es vorerst keine weiteren Modernisierungen geben werde, aber weitere Gespräche in der Zukunft nicht ausgeschlossen sind siehe Rheinpfalz.
Die Bedeutung der Weinkultur in Deutschland wird zunehmend gewürdigt. Im Oktober 2019 wurde ein Antrag der Deutschen Weinakademie (DWA) beim Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz eingereicht, der die Weinkultur als lebendige und wandlungsfähige Traditionspflege beschreibt. Monika Reule, die Geschäftsführerin der DWA, begrüßte diese Initiative, die darauf abzielt, das Bewusstsein für die Weinkultur zu stärken und die identitätsstiftende Wirkung zu betonen, die sie für viele Menschen in den Weinanbauregionen hat so berichtet Rebe und Wein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl der Pfälzischen Weinkönigin sowohl im Zeichen tradierter Bräuche als auch neuen Entwicklungen steht. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die weitere Diskussion um das Amt und die Weinkultur in der Region entwickeln wird.