Am 11. März 2025, während die Spannungen weiterhin zunehmen, haben israelische Streitkräfte in der besetzten Westbank mehrere Palästinenser getötet. Laut Berichten von Al Jazeera sind mindestens vier Personen, darunter eine 60-jährige Frau, Opfer der jüngsten Operation geworden. Diese militärischen Einsätze, die auch als Reaktion auf die Stärkung extremistischer Gruppen in der Region betrachtet werden, haben bereits zu einer massiven Flucht von tens of thousands von Palästinensern aus ihren Wohngebieten geführt.
In der Stadt Jenin kam es zu einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen israelischen Spezialkräften und bewaffneten Palästinensern, wobei zwei Personen starben und eine weitere verletzt wurde. Zudem bestätigte die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) den Tod eines Mannes, der auf israelische Soldaten gefeuert hatte, sowie eines weiteren Palästinensers, der ums Leben kam, als sein Motorrad von einem israelischen Militärfahrzeug erfasst wurde.
Steigende Anzahl an Todesopfern
Seit Januar sind über 30 Palästinenser durch die israelischen Operationen in den nördlichen Städten und Flüchtlingslagern der Westbank getötet worden. Diese militärischen Einsätze folgen auf eine Phase der gewaltsamen Auseinandersetzungen, die zu den tödlichsten seit den Unruhen der Zweiten Intifada (2000-2005) gehören. Darüber hinaus hat die israelische Armee in dieser Zeit 35 Festnahmen in der Westbank durchgeführt und mehrere Waffen sichergestellt.
Der Druck auf die PA wächst, während eine Einigung zur Beendigung der Gewalt zwischen palästinensischen Extremisten und den Sicherheitskräften der PA in Jenin angestrebt wird, wie Jüdische Allgemeine berichtet. Diese Vereinbarung wird vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Waffenruhe im Gazastreifen diskutiert, die am Sonntag in Kraft treten soll. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat bislang jedoch keine offizielle Bestätigung dieser Einigung gegeben, und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Initiative abgelehnt.
Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur
In einem weiteren Vorfall wurden im südlichen Westbank-Gebiet Masafer Yatta israelsche Siedler aktiv. Berichten zufolge griffen sie das Dorf Haribat al-Nabi an, während die israelische Armee für ihren Schutz sorgte. Übergriffe auf Bewohner und deren Eigentum führten zu schweren Verletzungen. Unter den Opfern sind Mutab Rashid, der laut Berichten geschlagen wurde, und Ali Sabah Rashid, der mit Pfefferspray angegriffen wurde.
Die von den Palästinensern als unrechtmäßig angesehenen Siedlungen wie Givat Harel, wo Familien wie die Levi seit 25 Jahren leben, sind ein ständiger Strittpunkt im israelisch-palästinensischen Konflikt. Diese Siedlungen, die in den von Israel besetzten Gebieten liegen, verstärken die Spannungen und haben in der Vergangenheit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und politischem Widerstand geführt, wie Welt feststellt.
Die internationale Gemeinschaft, einschließlich Länder wie Frankreich und Deutschland sowie Organisationen wie die Vereinten Nationen, drängt auf eine Deeskalation der Gewalt und mehr humanitäre Maßnahmen für die betroffenen Zivilisten.