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Autozulieferer ICSI in Ichtershausen vor Schließung

ICSI: Turbolader-Hersteller verlegt Hauptsitz - Werksschließung am Erfurter Kreuz

Der Autozulieferer IHI Charging Systems International (ICSI) in Ichtershausen am Gewerbegebiet Erfurter Kreuz steht vor dem Aus. Das Werk muss in zwölf bis 15 Monaten geschlossen werden, wie das Unternehmen MDR THÜRINGEN bestätigte. Die 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am Donnerstag über diese Entscheidung informiert. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

Erst im Jahr 2019 hatte der Automobilzulieferer seinen europäischen Hauptsitz von Heidelberg nach Ichtershausen verlegt. ICSI entstand als Joint-Venture der japanischen IHI-Gruppe und der Daimler AG. Neben den Standorten in Deutschland hat das Unternehmen auch eine Niederlassung in Italien. Der Schwerpunkt der Produktion lag auf der Herstellung von Turboladern für verschiedene Automobilhersteller wie VW, Audi, BMW und Ferrari.

Die bevorstehende Schließung des Werks am Erfurter Kreuz wird daher nicht nur die 300 Mitarbeiter betreffen, sondern auch Auswirkungen auf die Produktion von Turboladern für renommierte Automobilunternehmen haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entscheidung auf die Branche insgesamt auswirken wird und ob es Möglichkeiten für die betroffenen Mitarbeiter gibt, innerhalb des Unternehmens oder auf dem Arbeitsmarkt eine neue Perspektive zu finden.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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