Die Wintersaison 2024/2025 zieht im höheren Nordschwarzwald, auf dem Feldberg und im Allgäu eine gemischte Bilanz. Während die Lifte am Feldberg, mit 1.493 Metern der höchste Berg im Schwarzwald, von einem guten Weihnachtsgeschäft und erfreulichen Faschingsferien berichten, ist die Bilanz auf der Schwäbischen Alb eher negativ. Dort waren die Skihänge oft grün, was zur Schließung der Lifte führte. Die Betreiber im Nordschwarzwald ziehen dennoch Hoffnung aus einer zukünftigen Betriebsdauer von 10 bis 20 Jahren, während die Feldbergbahnen von 20 bis 30 Jahren ausgehen, wie ZVW berichtet.

Für viele Skigebiete war die Saison bis Mitte März besser als in den letzten zwei Jahren, berichtet Julian Probst, Geschäftsführer der Feldbergbahnen. Mit über 90 Skitagen zeigt sich im Vergleich zu früheren Saisonen eine positive Entwicklung. Allerdings ist der Klimawandel ein ständiger Begleiter, der den Wintersport entscheidend beeinflusst. Bereits jetzt ist er dafür verantwortlich, dass viele Skilifte weniger Betriebstage verzeichnen müssen. Besonders betroffen sind niedrig gelegene Regionen, in denen der Rückgang der Schneetage in den kommenden Jahrzehnten drastisch zunehmen könnte, wie Der Standard feststellt.

Herausforderungen durch den Klimawandel

Die Nutzung von Schneekanonen wird in den vielen Skigebieten zur Norm. Sie sichern den Wintersport, erfordern jedoch hohe Mengen an Wasser und Energie und sind nicht klimaneutral. Eine Studie prognostiziert in den Alpen bis zum Ende des Jahrhunderts einen Rückgang der Schneetage um mehr als 40 Prozent, was die Herausforderungen für die Betreiber verschärft. Selbst die künstliche Beschneiung kann nicht mehr ausreichend helfen, gerade bei Temperaturen, die für die Produktion von Kunstschnee erforderlich sind. Glaziologe Olaf Eisen warnt zudem, dass einige tief gelegene Skigebiete möglicherweise schließen müssen, was durch die instabiler werdenden Gletscher noch verstärkt wird, wie Tagesschau berichtet.

Die Betreiber im Allgäu hingegen erfreuen sich zahlreicher Sonnentage in dieser Saison und berichten von einer hohen Anzahl an Skikursen. Während die ersten Skigebiete bereits Ende November die Pisten öffneten, zeigen sich die Betriebstage in höher gelegenen Gebieten wie dem Schauinsland (1.284 Meter) unterdurchschnittlich optisch geprägt durch schmelzenden Schnee. Heiko Fahrner vom Unterstmatt kann jedoch 52 Betriebstage verzeichnen, was dank eine Beschneiungsanlage möglich war. Dennoch befürchten Experten, dass einige Skigebiete, insbesondere die unter 2.000 Meter liegenden, in Zukunft stark betroffen sein könnten.

Angesichts der gravierenden Auswirkungen des Klimawandels ist die Zukunft des Wintersports ungewiss. Tourismusverbände setzen auf Innovationen wie „Snowfarming“, um Schnee von Wiesen auf die Pisten zu bringen. Dennoch bleibt eine Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels unerlässlich. Eine Verschiebung der Abhängigkeit vom Wintertourismus könnte notwendig sein, um den zukünftigen Bedürfnissen von Regionen Rechnung zu tragen. Betreiber und Tourismusunternehmen müssen daher langfristige Strategien entwickeln, um die Attraktivität ihrer Gebiete zu erhalten.