Deutschland

Strommix nach Atomausstieg: Sauberer als je zuvor

Ein Jahr nach dem Ausstieg: Wie Deutschland seinen Strommix revolutioniert hat.

Vor einem Jahr, am 15. April 2023, wurden in Deutschland die letzten drei Atommeiler endgültig abgeschaltet, was zu Diskussionen über den Atomausstieg führte. Trotz Behauptungen auf Plattformen wie X, dass Deutschland Atomstrom lediglich durch Importe ersetzt habe, hat sich der deutsche Strommix als sauber wie nie erwiesen.

In den zwölf Monaten vor dem Atomausstieg produzierte Deutschland 476 Terawattstunden Strom, während es im darauffolgenden Jahr 425 Terawattstunden waren. Die Kernkraftwerke deckten 6,3 Prozent der Last im letzten Betriebsjahr. Der Stromverbrauch reduzierte sich nach dem Atomausstieg, was Experten auf die gestiegenen Strompreise infolge des Ukraine-Konflikts und der reduzierten Erdgaslieferungen aus Russland zurückführen.

Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Verbrauchsmix stieg signifikant, mit einer Zunahme der erzeugten Menge um 32 Terawattstunden im Vergleich zum letzten Jahr mit Atomkraft. Germany importierte mehr Strom, da Exporte und Importe im Saldo einen Importüberschuss ergaben. Die Importe zeigten keine mangelnde Erzeugungskapazität Deutschlands, sondern resultierten aus marktbedingten Entscheidungen.

Trotz des Atomausstiegs hatten die Strompreise für Haushaltskunden keine signifikanten Auswirkungen, was auf den günstigen Großhandelspreis zurückzuführen ist. Deutschland sicherte sich durch den Ausstieg mehr Endlagersicherheit und kann nun ein geeignetes Endlager für hochradioaktive Abfälle suchen. Der deutsche Strommix wurde als sauber wie nie bewertet, hauptsächlich durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Europa und die hohen Preise für fossile Energien.

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