Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht vom 18. bis 20. März 2025 die hessische Stadt Stadtallendorf, um im Rahmen der Reihe „Ortszeit Deutschland“ mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Stadtallendorf, mit knapp 22.000 Einwohnern, ist nicht nur bekannt für seine erfolgreiche Integration von Zuwanderern, sondern auch für eine lebendige Vereins- und Jugendarbeit sowie soziale Initiativen. Der Besuch gilt als 14. Station dieser Reihe, die darauf abzielt, den Austausch mit den Menschen außerhalb der deutschen Metropolen zu fördern. op-online.de berichtet, dass Steinmeier sein Amt für drei Tage nach Hessen verlegt, um aktuelle Themen und Herausforderungen in der Gemeinschaft zu diskutieren.

Den Auftakt seines Besuchs macht Steinmeier mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und einem Treffen mit Vertretern der Stadtpolitik im Rathaus. Dabei ist ein öffentlicher Stadtgang geplant, der auch das Gespräch über Zuwanderung und Integration an der „Kaffeetafel kontrovers“ umfassen wird. Steinmeier möchte die Ergebnisse dieser Gespräche in aktuelle politische Debatten einfließen lassen. Neben der ehrenvollen Errungenschaft der Stadt, die historisch mit Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs in Verbindung steht, wird auch der Umgang mit der NS-Geschichte thematisiert, wozu eine Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Münchmühle geplant ist. bundespraesident.de hebt hervor, dass der Austausch und die Begegnung für die Demokratie von zentraler Bedeutung sind.

Geplante Aktivitäten und Gespräche

Während seines Aufenthalts wird Steinmeier eine Vielzahl an Aktivitäten durchführen. Geplant ist unter anderem ein Besuch des Sozial- und Kulturzentrums „Südstadt-Kiosk“, wo er sich mit Jugendlichen austauschen möchte. Am nächsten Tag sind ebenso Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr angesetzt, um die Bedeutung des NS-Unrechts zu diskutieren. Eine Besichtigung der Eisengießerei Fritz Winter und des Süßwarenherstellers Ferrero steht ebenfalls auf dem Programm. Zudem wird ein Mittagessen mit den Mitarbeitenden von Ferrero stattfinden.

Schließlich findet auch eine Ordensverleihung an engagierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadthalle statt, die sich um das Gemeinwohl der Stadt verdient gemacht haben. Steinmeier nutzt diese Gelegenheit, um nicht nur um die aktuellen Herausforderungen der Stadt zu erfahren, sondern auch Impulse zu sammeln, die für die politische Debatte in Deutschland relevant sind.

Integration und Migration in Deutschland

Stadtallendorf ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Integration von Zuwanderern in Deutschland, ein Thema, das auch im Kontext der historischen Migration bedeutend ist. Laut bpb.de gibt es in der deutschen Geschichte zahlreiche Migrationsbewegungen. Der Dreißigjährige Krieg führte bereits zu einem Rückgang der Bevölkerung in Mitteleuropa, was die Landesherren dazu veranlasste, erwerbsfähige Personen aus anderen Regionen anzuborden. Diese Geschichte der Migration zeigt, dass Städte wie Stadtallendorf immer wieder neue Herausforderungen und Chancen im Umgang mit Integration und Zuwanderung meistern müssen.

Der Besuch von Steinmeier in Stadtallendorf hat also nicht nur die aktuelle Arbeitsmarktsituation im Blick, sondern auch die historischen Lektionen, die aus der Vergangenheit gezogen werden können. Ein Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern über Themen wie Krieg, Frieden und Freiheit steht ebenfalls auf der Agenda, was die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts unterstreicht.