Am 4. März 2025 tritt die Stadt Speyer dem Gesunde-Städte-Netzwerk (GSN) bei, wie die Rheinpfalz berichtet. Dieses Netzwerk umfasst rund 100 Städte und Landkreise in Deutschland und hat sich das Ziel gesetzt, die Gesundheit auf kommunaler Ebene zu fördern. Besondere Schwerpunkte sind gesunde Ernährung, Prävention, die Förderung von Bewegung und Sport, sowie die Verbesserung der Luft- und Wasserqualität.
Darüber hinaus widmet sich das Netzwerk auch der Unterstützung der psychischen Gesundheit, sozialen Teilhabe und der nachhaltigen, klimafreundlichen Stadtentwicklung. Der Stadtvorstand von Speyer betont die Bedeutung des GSN-Beitritts für eine gesunde und klimaresiliente Stadtentwicklung. Ziel ist es, die Lebensqualität der Bürger zu steigern und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Aktive Mitgestaltung für die Zukunft
Die Stadt hat sich verpflichtet, ein gesundheitsförderndes Lebensumfeld zu schaffen. Besonders das Kommunale Gesundheitsmanagement unter der Leitung von Daniel Fleischmann wird aktiv im GSN mitarbeiten. In bestehender Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendtheater Speyer, vertreten durch Nicole Schneider, wird der Fokus auf ressourcen- und politikfeldübergreifende Kooperationen gelegt, um die Lebensqualität und Gesundheit nachhaltig zu verbessern.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hebt hervor, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine „Gesunde Stadt“ als einen Ort definiert, in dem die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürger in Entscheidungsprozessen Berücksichtigung finden. Das GSN wurde in den 1980er Jahren ins Leben gerufen, inspiriert durch das internationale Healthy Cities Network der WHO. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik zu entwickeln und Strukturen sowie Prozesse in Kooperation mit verschiedenen Akteuren auf kommunaler Ebene zu etablieren.
Umsetzung der Gesundheitsförderung
Ein zentrales Anliegen des GSN ist die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit durch gesundheitsförderliche Verhältnisse. Über 90 Städte, Kreise und Regionen mit mehr als 25 Millionen Einwohnern gehören dem Netzwerk an. Um Mitglied zu werden, müssen Kommunen neun Kriterien des 9-Punkte-Programms erfüllen, wounter die Zustimmung des Stadtrates und die Entwicklung einer gesundheitsfördernden Politik fallen.
Das Netzwerk bietet Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Plattformen für den Austausch von „Good Practices“. Die Shanghai-Erklärung von 2016 betont die Bedeutung kommunaler Initiativen für die Gesundheitsförderung, während Herausforderungen wie die Beantragung finanzieller Mittel bei Krankenkassen für viele Mitgliedskommunen bestehen, wie in einer aktuellen Studie thematisiert wird.
Rosemarie Keller-Mehlem, Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Fraktion, hebt die Signifikanz von gesundheitsfördernder Stadtentwicklung und Chancengleichheit hervor. Sie betont außerdem den Wert des Austausches und Lernens zwischen den Mitgliedsstädten, insbesondere im Kontext demografischer Veränderungen und sozialer Herausforderungen.
Mit dem Beitritt zum Gesunde-Städte-Netzwerk positioniert sich die Stadt Speyer als proaktive Kraft in der Gesundheitsförderung und nachhaltigen Stadtentwicklung, was nicht nur für die jetzigen Bürger, sondern auch für zukünftige Generationen von Bedeutung ist.