Mit dem nahenden Frühling und den besseren Wetterbedingungen freuen sich viele auf die bevorstehende Spargelsaison. In den Anbaugebieten, insbesondere rund um Magdeburg und Halle, bereiten die Spargelbauern ihre Felder vor. Der Spargel, als Königsgemüse bekannt, gilt als eines der ersten frischen Produkte des Jahres von heimischen Feldern. In diesem Jahr sind die Vorfreude und die Erwartungen besonders hoch, da optimale Bedingungen herrschen. Laut lvz.de äußert Jürgen Schulze vom Verband der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba) seine Zuversicht über die Saison. Aktuell gibt es viel Sonnenschein und einen warmen Boden, was die Qualität und die Menge des Spargels begünstigt.

Die ersten Ernten werden in wenigen Wochen, möglicherweise Ende März oder Anfang April, erwartet. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch stark von der Witterung abhängig. Besonders mehr Sonnenschein könnte die Ernte beschleunigen. Diese positiven Witterungsbedingungen sind wichtig, da in Sachsen-Anhalt im Jahr 2022 etwa 1.820 Tonnen Spargel auf 360,7 Hektar geerntet wurden.

Merkmale und Anbau von Spargel

Das knackige Gemüse erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und wird traditionell ab Ende April bis zum 24. Juni geerntet. Der erste Spargel aus Europa ist bereits früher erhältlich, vor allem aus Spanien und Griechenland. Der deutsche Verbrauch von frischem Spargel betrug 2022 etwa 99.000 Tonnen, was zu einem Pro-Kopf-Verbrauch von ungefähr 1,2 kg führte. Der Großteil des Spargels in Deutschland stammt aus heimischer Ernte, und auf rund 25.000 Hektar wird Spargel angebaut, was diese Gemüseart zur wichtigsten Anbaufläche in Deutschland macht. landwirtschaft.de beschreibt die Merkmale von frischem Spargel, der in der Küche für seine Vielseitigkeit geschätzt wird.

  • Glänzende, pralle und knackige Stangen
  • Geschlossener Kopf
  • Feste Konsistenz
  • Feuchte Schnittenden
  • Angenehmer Duft an den Schnittstellen
  • Quietschendes Geräusch beim Reiben
  • Bricht leicht

In Deutschland wurde 2023 insgesamt eine Fläche von 20.370 Hektar für den Spargelanbau genutzt, was 17 % der Gemüseanbaufläche entspricht. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sind dabei die größten Anbaugebiete.

Herausforderungen und Chancen

Die Spargelbauern sehen sich jedoch auch Herausforderungen gegenüber. Neben der Witterung müssen die Landwirte dafür sorgen, dass die Pflanzen optimal wachsen. Dazu ist eine Bodenvorbereitung notwendig, die bis zu drei Jahre dauern kann, und die Pflanzung erfolgt mit Spezialmaschinen. Auch die Ernte selbst ist arbeitsintensiv; sie erfolgt manuell oder mit Maschinen, je nach Art des Spargels.

Deutschland importierte im Jahr 2022/2023 etwa 40.000 Tonnen Spargel, mehrheitlich aus Spanien und Griechenland. Diese Länder sind die Hauptlieferanten frischer Spargelprodukte, und fast 60 % der deutschen Importe stammen von dort, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung dokumentiert. Diese Abhängigkeit von Importen stellt für die heimischen Produzenten sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar, sich durch Qualität und Frische von importierten Produkten abzuheben.

Die Vorbereitungen laufen also auf Hochtouren, und die Spargelbauern können nur hoffen, dass die Witterung bis zum Saisonstart weiterhin mitspielt. Die Spargelsaison in Deutschland bringt nicht nur eine willkommene Abwechslung auf die Teller, sondern auch einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls für die Region.