Am 9. März 2025 stehen die Wetterbedingungen in Berlin und Brandenburg vor einem weiteren leichten Umschwung. Laut rbb24 wird das kommende Wochenende temperaturtechnisch erfreulich: Es sind fast täglich zweistellige Sonnenstunden und Temperaturen von bis zu 20 Grad zu erwarten. Insbesondere am Sonntag sollen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad liegen, begleitet von etwa zehn Sonnenstunden.

Dagegen ziehen sich die Hochdruckgebiete, allen voran das Hoch „Ingeborg“, nach Osteuropa zurück, was zu einer unübersichtlichen Wetterlage führt. Besonders nachts könnten die Temperaturen am Montag auf bis zu 1-2 Grad fallen.

Saharastaub in Deutschland

Ein bemerkenswerter Aspekt des aktuellen Wetters ist der Einfluss von Saharastaub, der nach Deutschland gelangt. Die Konzentration des Staubs, der am Wochenende in Berlin und Brandenburg erwartet wird, bleibt zunächst gering. Der Deutsche Wetterdienst informiert, dass am Montag die höchste Konzentration des Saharastaubs zu erwarten ist, was die Sichtbarkeit der Sonne beeinträchtigen könnte. Das Niederschlagsrisiko bleibt dabei gering, sodass die Wahrscheinlichkeit für Auswaschungen des Staubs ebenfalls niedrig ist.

Der Saharastaub hat seine Ursprünge in einem jüngsten Staubsturm über Libyen, der große Mengen Staub in die Mittelmeerregion transportierte. Solche Staubpartikel werden durch das kräftige Tiefdruckgebiet über Westeuropa weiter nach Deutschland gelenkt. Jährlich werden von der Sahara ungefähr 1 Milliarde Tonnen Staub in die Atmosphäre transportiert, was deutlich zeigt, wie bedeutend dieser Einfluss ist. Besonders in der Osthälfte Deutschlands wird mit einer erhöhten Staubkonzentration gerechnet.

Einfluss auf das Klima

Der Saharastaub hat weitreichende klimatische Auswirkungen, die über die sichtbaren Effekte hinausgehen. Er beeinflusst die Sonneneinstrahlung sowie die Bildung von Wolken und Niederschlägen, was weitreichende Folgen für das Wetter hat. Laut Klimaschutz-MH wirkt dieser Mineralstaub unter anderem als Dünger, insbesondere für Plankton in den Ozeanen, und kann sogar bis in den südamerikanischen Regenwald transportiert werden, wo er wichtige Nährstoffe liefert.

Insbesondere bei stärkeren Ausbrüchen kann Saharastaub den Himmel bisweilen in eine milchig-weiße oder orange Trübung hüllen. Typischerweise befindet sich die Staubschicht in einer Höhe von 2 bis 4 km, bevor sie schließlich zu Boden sinkt. Auch im Winter können durch den Staub Schnee in den Alpen eine ungewöhnliche Ockerfärbung annehmen.

Ab Dienstag wird ein unübersichtlicher Wetterverlauf mit mehreren kleinen Tiefs erwartet, die kaum Regen bringen. Es ist mit einem deutlichen Temperaturabfall auf einstellige Werte und einer erhöhten Neigung zu Schauern zu rechnen. Somit bleibt das Wetter nicht nur wechselhaft, sondern wird auch durch den Saharastaub weiterhin interessant bleiben.