Die Polizei Köln beteiligt sich an einer Öffentlichkeitsfahndung nach der zwölfjährigen Selfana Horo aus Bad Homburg, Hessen. Das Mädchen wurde am 6. März 2025 gegen 15 Uhr als vermisst gemeldet. Bisher waren die Suchmaßnahmen der Polizeistation Bad Homburg erfolglos, weshalb die Fahndung nun auf den Großraum Köln ausgeweitet wurde. Die Polizei hat keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mädchens und bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Hinweise können unter 06172/120-0 bei der Polizei Bad Homburg oder jeder anderen Dienststelle gemeldet werden.

Selfana Horo ist etwa 1,55 Meter groß, schlank, hat lange, glatte, braune Haare sowie ein Muttermal am Kinn. Zuletzt trug sie eine blaue Jeans, einen weißen Pullover und eine schwarze Strickjacke. Es wird angenommen, dass sie einen schwarzen Rucksack bei sich hat. Ein Foto von Selfana Horo ist auf der Webseite der Polizei Köln verfügbar, um die Öffentlichkeit bei der Suche zu unterstützen.

Fahndung nach vermissten Kindern in Deutschland

Vermisste Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland ein bedeutendes Problem dar. Die Suche nach vermissten Personen, insbesondere Minderjährigen, gehört zu den wichtigen Aufgaben der Polizei. Die Einschätzungen der örtlichen Polizeidienststellen sind entscheidend, da bei vermissten Minderjährigen grundsätzlich von einer Gefahr ausgegangen wird. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat für solche Fälle spezielle Strukturen eingerichtet, die die Fahndung koordinieren. Laut BKA wurden im Informationssystem der Polizei (INPOL) rund 9.420 Vermisstenfälle registriert.

Im Jahr 2024 waren beispielsweise rund 18.100 Kinder vermisst gemeldet, von denen 96,7 % bis Jahresende geklärt werden konnten. Ein besorgniserregender Trend liegt in der Zunahme vermisster unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, welche 2024 auf rund 4.300 anstieg. Die häufigste Ursache für ihr Verschwinden ist das freiwillige Verlassen von Unterkünften. Auch die Aufklärungsquote für diese Fälle lag bei rund 79 %.

Die Maßnahmen zur Lokalisierung vermisster Personen können in verschiedenen Formen erfolgen. So können beispielsweise Großmaßnahmen unter Einbeziehung der Bereitschaftspolizei und Rettungsdienste initiiert werden, falls akute Gefahr besteht. Ein Großteil der Fälle klärt sich innerhalb der ersten Woche, was die Bedeutung schnelle Reaktionen der Polizei hervorhebt.

Die Ermittlungsunterstützung bei vermissten Fällen ist nicht nur ein zentraler Bestandteil der polizeilichen Arbeit, sondern erfordert auch eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Das BKA und die Polizei appellieren an alle Bürger, im Falle von sachdienlichen Hinweisen aktiv zu werden und die entsprechenden Kontaktstellen zu nutzen.