Am 13. März 2025 führte die Polizei in Bremen und Niedersachsen eine umfassende Razzia gegen ein nigerianisches Mafia-Syndikat durch, das mutmaßlich mit Love-Scamming und anderen kriminellen Aktivitäten Millionen erwirtschaftet hat. Die Polizei von Oldenburg und Delmenhorst war an diesen Razzien beteiligt, die sich gegen insgesamt 13 Beschuldigte im Alter von 40 bis 62 Jahren richteten. Die Vorwürfe umfassen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug, Geldwäsche, Zwangsarbeit und Menschenhandel. In diesem Zusammenhang wurden auch in Deutschland und Österreich Haftbefehle vollstreckt.
Bei den Durchsuchungen, die in zwölf Wohnobjekten und einer Arbeitsstätte der Verdächtigen stattfanden, sicherten die Beamten erhebliche Vermögenswerte. Dazu zählt ein mittlerer fünfstelliger Betrag an Bargeld. Zudem wurde ein Antrag auf Untersuchungshaft gegen einen weiteren Beschuldigten gestellt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtigen durch ihre kriminellen Machenschaften insgesamt rund eine Million Euro eingenommen haben. Diese Taten fanden unter dem Vorwand statt, über Datingplattformen und soziale Medien Vertrauen zu erschleichen.
Strukturen und Methoden der organisierten Kriminalität
Das Vorgehen der nigerianischen Mafia steht im Einklang mit den Ausführungen des Bundeslagebildes für organisierte Kriminalität in Deutschland. Organisierte Kriminalität (OK) ist geprägt von Gewinn- oder Machtstreben, planmäßiger Begehung von Straftaten und einer Beteiligung von mehr als zwei Personen. Solche Straftaten, wie sie auch in Bremen beobachtet wurden, werden oft unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen begangen und können laut dem Bundeskriminalamt auch Gewalt oder Einschüchterungsmittel beinhalten.
Besonders auffällig ist, dass internationale kriminelle Netzwerke zunehmend moderne Technologien nutzen. So verwenden diese Gruppen etwa verschlüsselte Telekommunikationsmittel, um ihre schwersten Straftaten zu planen und durchzuführen. Diese Tendenz zeigt sich auch in den aktuellen Ermittlungen in Bremen, wo die Täter versuchten, das Vertrauen von potenziellen Opfern durch gefälschte Rechnungen und betrügerische Online-Profile zu gewinnen.
Ermittlungen und internationale Verbindungen
Besonders alarmierend ist, dass einige der Verdächtigen in Bremen Verbindungen zur „Confraternity Black Axe“, auch bekannt als „Neo Black Movement of Africa“, aufweisen. Diese Organisation ist bekannt für ihre kriminellen Aktivitäten und beteiligt sich an der Finanzierung durch illegale Geschäfte. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Verwerfungen der organisierten Kriminalität in Deutschland möglicherweise auch eng mit internationalen Verbrechen verknüpft sind.
Insgesamt verdeutlichen die Razzien und die laufenden Ermittlungen, wie ernst die Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Deutschland, insbesondere durch internationale Syndikate, ist. Die Polizei wird weiterhin aktiv gegen diese Strukturen vorgehen, um das Vertrauen in die Sicherheit der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der organisierten Kriminalität in Deutschland, verweist das Bundeskriminalamt auf ihre offizielle Webseite.