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Sozialministerium beauftragt Studie zu Einsamkeit im Alter

Neue Studie sucht Wege aus der Einsamkeit im Alter

Das schleswig-holsteinische Sozialministerium hat das Institut für Allgemeinmedizin in Lübeck beauftragt, eine Studie über den Umgang mit Einsamkeit im Alter durchzuführen. Laut dem Ministerium fühlt sich mehr als jede fünfte Seniorin und jeder fünfte Senior ab 75 Jahren in Schleswig-Holstein einsam. Diese Einsamkeit wirkt sich sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Lebenszufriedenheit der Betroffenen aus.

Sozialministerin Aminata Touré betonte die Bedeutung der Untersuchung, da Einsamkeit ein ernstes Problem, insbesondere für ältere Menschen, darstellt. Ziel der Studie sei es, die Ursachen von Einsamkeit zu identifizieren und die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung in Schleswig-Holstein zu ermitteln. Auf dieser Grundlage sollen gezielte Maßnahmen und Handlungsempfehlungen entwickelt werden, um den Senioren effektiv zu helfen.

Die Studie wird in mehreren Schritten durchgeführt: Zunächst werden qualitative Interviews mit 30 Personen über 60 Jahren geführt, um den aktuellen Zustand und die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen zu erfassen. Anschließend folgt eine umfassende Befragung zu verschiedenen Aspekten der Einsamkeit bei Menschen über 60 Jahren in Schleswig-Holstein. Diese Umfrage wird vom Sozialverband unterstützt.

In einem weiteren Schritt werden in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Kommunen und ehrenamtlichen Akteuren Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Diese Empfehlungen sollen in Schulungen für Mitarbeiter der Seniorenarbeit vermittelt werden, um ihnen geeignete Strategien zur Prävention von Einsamkeit im Alter zu vermitteln. Die Studie ist auf eine Laufzeit bis März 2025 angelegt.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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