KielReisen

Katja Riemann: Reisebericht aus dem Nordirak

Katja Riemann: Zwischen Furcht und Erkenntnis - Eine Reise durch die Welt der Flüchtlinge

Schauspielerin Katja Riemann hat in einer aufregenden Lesung im ausverkauften Saal des Kieler Studio-Kinos ihre Erfahrungen mit Flüchtlingen geteilt. Ihr Buch „Zeit der Zäune“, das im Februar erschien, handelt von ihren Reisen in Flüchtlingslager in Bosnien, Marokko, Lesbos und dem Nordirak. Riemann berichtet lebhaft von Begegnungen mit Geflüchteten, Helfern und Wissenschaftlern, darunter Traumatologe Jan Ilhan Kizilhan, der im Nordirak ein Traumazentrum für Jesiden gegründet hat.

Die Geschichten, die Riemann in den Lagern erlebt hat, zeugen von einem Leben im Zwischenraum, geprägt von Unsicherheit und Provisorien. Sie entdeckte dort auch Momente der Normalität, wie das Good Chance Theatre in Calais und den 16-jährigen Tarantino-Fan aus Afghanistan in Moria. Durch ihre Reisen vermittelt Riemann ein einzigartiges Bildungsabenteuer, das von Neugier und Erkenntnissen geprägt ist.

Inmitten all der berührenden Erzählungen stellt sich eine Zuhörerin im Saal die Frage nach Lösungsansätzen für die globale Flüchtlingssituation. Riemann betont jedoch, dass sie keine Anleitung zur Weltverbesserung bieten möchte. Sie zielt darauf ab, die Menschen mit ihrer Neugier zu infizieren und sie zum genauen Hinsehen zu ermutigen. Ihre Botschaft lautet, dass Handeln aus Verständnis entsteht, und betont, dass sie zwar die Welt nicht retten kann, aber durch ihre Geschichten zum Nachdenken anregen will.

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