Am 13. März 2025 meldet der Lübecker Nachrichten, dass die Geschwindigkeitskontrollen in Stormarn, insbesondere durch Blitzer, im vergangenen Jahr eine Einnahme von 4,65 Millionen Euro für den Kreis generiert haben. Diese Maßnahmen verfolgen jedoch nicht primär finanzielle Ziele, sondern stehen im Zeichen der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Momentan werden Überlegungen angestellt, die Anzahl der Blitzer zu erhöhen, wozu auch eine feste Blitzanlage in Ahrensburg zählen könnte.

In Bad Oldesloe findet unterdessen ein bedeutender Besuch statt. Bürgermeister Anton Kozyrev aus der ukrainischen Stadt Dniprorudne diskutiert die Möglichkeit einer Städtepartnerschaft. Während seines Aufenthalts gibt er Einblicke in sein herausforderndes Leben, das stark von den Auswirkungen des Krieges und seinen kommunalen Aufgaben geprägt ist. Dabei werden auch Ansätze zur Unterstützung jugendlicher Flüchtlinge in Schutzbunkern thematisiert.

Kampagne „Respekt für Retter“ expandiert

Die neue Kampagne „Respekt für Retter“, die sich in erster Linie darauf konzentriert, ehrenamtliche und hauptamtliche Rettungskräfte zu würdigen, wird auf die Kreise Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie die Stadt Kiel ausgeweitet. Diese Initiative wurde durch die Kreise Stormarn und Ostholstein sowie die Stiftungen der Sparkasse Holstein, der Bürger-Stiftung Stormarn und der Bürger-Stiftung Ostholstein ins Leben gerufen. Der MARKT, ein regionales Medienunternehmen, hat im Rahmen dieser Kampagne drei Seiten mit Anzeigensonderveröffentlichungen veröffentlicht und damit 50 Inserenten gewonnen, die ihren Respekt für die Rettungskräfte zum Ausdruck bringen. Kritiker bemängeln jedoch, dass der Verlag von der Kampagne finanziell profitiert, ohne dass bekannt ist, ob ein Teil der Anzeigenerlöse an die Rettungsorganisationen gespendet wurde.

Es wird angedeutet, dass in der Vergangenheit ein Teil der Anzeigenerlöse der Freiwilligen Feuerwehr zugutekam, nachdem dies in der Öffentlichkeit angeregt wurde. Die Unsicherheit über die tatsächlichen finanziellen Flüsse innerhalb der Kampagne wirft Fragen zu deren ethischer Grundlage auf.

Strafverfahren und Infrastrukturprojekte

In einem anderen Fall steht ein 64-jähriger Mann vor dem Landgericht Lübeck, der als Serieneinbrecher gilt. Der Angeklagte wird beschuldigt, im Jahr 2023 in Ahrensburg, Büchen, Schwarzenbek und Wedel eingebrochen zu sein. Er ist bereits zum zweiten Mal in Haft und die zahlreichen Geschädigten kämpfen weiterhin mit den psychischen Folgen der Einbrüche. Die Verhandlungen sind für insgesamt fünf Tage angesetzt, der nächste Termin findet am 17. März statt.

Zu den Infrastrukturprojekten in der Region zählt die geplante Schienentrasse zum Belttunnel. Die Familie Westensee aus Lensahn, die davon betroffen ist, fordert, dass die Bauherren rücksichtsvoller vorgehen und verträglichere Lösungen finden. Die Bauarbeiten für diesen bedeutenden Verkehrskorridor sollen Anfang 2026 starten.

Verkehrssicherheit als zentrales Thema

Die Diskussion um Verkehrssicherheit wird durch die Vorschläge des Europäischen Parlaments zum EU-Politikrahmen für Straßenverkehrssicherheit bis 2030 geprägt. Ziel ist eine drastische Reduzierung der Verkehrstoten und schweren Verletzungen um 50% bis 2030 sowie die Vision, bis 2050 keine Verkehrstoten mehr zu verzeichnen. Insbesondere die ungeschützten Verkehrsteilnehmer, wie Radfahrer und Fußgänger, stehen im Fokus der Maßnahmen. Es wird betont, wie wichtig konsequente Geschwindigkeitskontrollen und Aufklärungskampagnen sind, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Zusätzlich zeigt sich die Notwendigkeit einer stabilen finanziellen Grundlage für die Umsetzung nationaler Verkehrssicherheitspläne und fordert Investitionen in sichere Infrastruktur. Die Herausforderungen der Automatisierung und Ablenkung durch mobile Geräte werden als zentrale Punkte angesehen, die für die Zukunft angegangen werden müssen.

Insgesamt muss die Region Stormarn sowohl bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit als auch in der sozialen Unterstützung für ehrenamtliche Retter aktiv bleiben, um ein positives Umfeld für alle Bürger zu schaffen.