Seit dem Tod von Jörg Haider am 11. Oktober 2008 sind zweifelnde Stimmen zu den Umständen seines dramatischen Ablebens nicht verstummt. Heute, am 26. Januar 2025, hätte der einstige Landeshauptmann von Kärnten seinen 75. Geburtstag gefeiert. Sein plötzlicher Tod, der viele Österreicher und Kärntner schockierte, bleibt ein umstrittenes Thema. Haider verstarb bei einem Autounfall, und die offizielle Version wird von zahlreichen Spekulationen über einen möglichen Anschlag überschattet. Haider war zum Zeitpunkt des Unfalls alkoholisiert und fuhr allein in seinem Dienstwagen, einem VW Phaeton, als er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und schwer verletzt wurde. Trotz aller Aussagen und Gutachten bleibt die Wahrheit um seinen Tod vage und umstritten.

Das Freilich Magazin berichtete heute über das erste Jörg-Haider-Symposium, welches zum Gedenken an den Politiker auf Schloss Albeck in Sirnitz stattfand. Organisiert von den Kärntner Freiheitlichen und der Jörg-Haider-Gesellschaft, wurde das Symposium unter der Eröffnung von Erwin Angerer und Heinrich Sickl abgehalten. Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier hielt eine Keynote, in der er explizit sein Abwendung von der Linken bekannt gab und dabei etablierte Medien scharf kritisierte, insbesondere den Standard, den er als „aktivistisches Blatt“ bezeichnete.

Diskussion und neue Einsichten

Während einer anschließenden Mediendiskussion, an der unter anderen Hannes Mößlacher von der Kronen Zeitung und Christof Glantschnig vom ORF Kärnten teilnahmen, wurde über die Wahrnehmung und Berichterstattung zu Haider diskutiert. Die Medienvertreter wiesen die Vorwürfe von Heinzlmaier zurück, räumten jedoch Fehler ein. Im Rahmen des Symposiums wurde auch ein neues Buch mit dem Titel „Jörg Haider – Visionär und politischer Rebell: Spuren eines Systembrechers“ vorgestellt. Dieses Buch enthält bislang unveröffentlichte Tagebucheinträge von Haider, die politische Ereignisse ab dem 31. Januar 2000 dokumentieren.

Die politische Diskussion am Nachmittag wurde live auf oe24.tv übertragen und ermöglichte den Teilnehmern, persönliche Einblicke in ihre Verbindungen zu Haider zu geben. Der Politiker wurde von vielen als authentisch beschrieben, der die Probleme der Menschen verstand und stets nahe am Puls der Gesellschaft war. Veranstalter kündigten an, dass das Symposium künftig jährlich stattfinden soll.

Spekulationen um den Tod

Trotz seines Erbes und der Würdigung durch die Symposiums-Veranstaltungen bleibt Haiders Tod ein Mysterium. Es bestehen hartnäckige Gerüchte über die Möglichkeit eines Anschlags. Der Journalist Guido Grandt stellte sogar eine „Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Mordes“ bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Laut Berichten war Haider zum Zeitpunkt des Unfalls alkoholisiert und fuhr mit 142 km/h auf der Loiblpass-Bundesstraße, wo das Tempolimit bei 70 km/h lag.

Die Ermittlungen ergaben, dass Haider mehrfache Verletzungen erlitt, darunter ein Abriss des Rückenmarks. Dennoch gibt es Ungereimtheiten, die die offizielle Version des Unfalls in Frage stellen. Das Kfz-Gutachten, das die Umstände des Unfalls analysierte, zeigte Merkwürdigkeiten auf, wie beispielsweise, dass der Fahrergurt durch äußere Gewalt abgerissen wurde, was dem Bild widerspricht, dass Haider angeschnallt vorgefunden wurde.Compact berichtet von weiteren verwirrenden Details, die an der Glaubwürdigkeit der Unfallversicherungen zweifeln lassen und Spekulationen über einen möglichen Anschlag schüren.

Während die Debatten um Haiders Erbe weitergeführt und sein Einfluss in der Politlandschaft Österreichs nicht aus dem Gedächtnis verschwinden wird, bleibt die Sehnsucht nach einer klaren Antwort auf die Fragen zu seinem Tod bestehen. Die Geschehnisse rund um ihn und die anhaltenden Spekulationen werden weiterhin die Historie und die politische Landschaft Österreichs beeinflussen.